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7.1.13

Dreamy...

Noch ein schönes Fundstück von der Neujahrsreise, eins dieser wunderschönen, fast philosophischen, Englischkreationen aus Japan:

 

25.2.10

Der Rückblick

Viel gelaufen sind wir in den letzten zwei Tagen. Vorgestern begann mein Tag in Shibuya, wo ich es dann endlich auch mal geschafft habe, bei Hachiko vorbeizuschauen. Ich bin zwar schon keine Ahnung wie oft an der Skulptur dieser wohl berühmtesten Hund Japans vorbeigelaufen, aber bewußt angesehen... wie gesagt, erst jetzt. Rüber über die blablabla jaja, die tollstegrößteüberlaufenste Kreuzung und anstatt rein in die Center-gai, rauf auf den Berg und in die Seitenstraßen. Ach, unterwegs bin ich an diesem überraschend ehrlichen Restaurant vorbeigekommen:


"Good enough to eat" - man kann's halt essen?

Die Seitenstraßen boten dann fotografisch für mich die interessanten Ansichten (als Freund der kleinen, engen Gassen und der ollen Häuschen) und irgendwann stellte ich fest, dass ich wohl im Love Hotel-Viertel gelandet sein musste. Ein Stundenhotel neben dem nächsten, mal mehr, mal weniger auffällig, mit Blinklichtern oder schon fast ein Themenpark. Oder schön verpackt:


Danach aber doch noch was Schaufensterbummeln und bei Tower Records ein paar CDs quer hören (die Vernunft siegte, das Portmonee atmete auf). Inzwischen hatte Miho auch Feierabend und nachdem sie sich mir wieder angeschlossen hatte, gingen wir erstmal was essen. Heute auf dem Speiseplan: Shio-Ramen, Hokkaido-Style, mit salziger Brühe. Also jetzt nicht versalzen, sehr lecker war's.

Danach machten wir uns auf, um mal nach Geschenken für die Gäste unserer Hochzeit zu suchen, bei japanischen Hochzeit gibt's das halt für die Hochzeitsgäste. Und da wir schon in der Gegend (Shinjuku-3-chome) waren, wollten wir noch beim 8-bit-Cafe vorbei... welches dummerweise ausgerechnet an diesem Tag geschlossen hatte. Ein anderes Mal...

Dann halt rein nach Kabukicho, wo ich mal sehen wollte, wie viel ich davon dank der "Yakuza"-Spielereihe schon besucht hatte... klar, ist anders, aber man findet sich schon ganz gut zurecht, wenn man die Gegend nur aus dem Spiel kennt. Ach, Teil 4 der Reihe wird auch bald veröffentlicht, im örtlichen Don Quijote gab es auch einigen Merchandise, wie T-Shirts, Handyanhänger, Nudelsuppe, Parfum, Pillendöschen...
Sehr interessant dort auf jeden Fall, das bunte, laute, schmutzige... die ganze Palette der abendlichen Unterhaltung, die Japan so bietet.

Hinter Kabukicho beginnt auch das koreanische Viertel, wo Miho noch als Mitbringsel für ihre Eltern etwas Kimchi und eingelegter Sesamblätter kaufte. Feines Zeug, schön scharf.

Danach ging es wieder zurück Richtung Nezu, zu Mihos Eltern, wo wir zum Yakiniku eingeladen waren. Vorher waren wir noch in einem feinen Cafe (café NOMAD, wer mal hin will, hier entlang), kurz entspannen und einfach noch was Zeit verbringen.
Das anschließende Abendessen war reichhaltig und extrem lecker, nebenbei durfte ich dann noch (soweit Wissen und Sprachkenntnis vorhanden) über Sachen wie die deutsche Bundesliga und das Ausbildungssystem referieren. Versucht ihr mal, in der Zweit- bis Drittsprache eurer Wahl zu erklären, wie man (Handwerks)Meister wird und was man vorher alles so macht. Vor allem unser tolles Schulsystem...

So, das reicht für's erste... über den gestrigen Trip nach Yokohama schreib ich später, jetzt muss ich erstmal raus an die Frischluft, heute mal Richtung Akihabara.

26.9.09

Hmm... etwas widersprüchlich...

Ich glaub das hab ich schon mal gefragt: gibt es ein Äquivalent für Engrish, wenn deutsche Wörter in Japan "mißbraucht" werden? Ich hätte hier so einen schönen Fall:


1.7.09

14.8.08

Etwas Haare schneiden

Ein schönes Beispiel für die lockere Mischung von Englisch und Japanisch:

Bedeutet ungefähr soviel wie "Ein wenig Haare schneiden", bezieht sich in diesem Falle aber darauf, dass man dort billigst seinen Cut kriegt.

26.11.06

Engrish gibts nicht nur in Asien

Noch zwei Bilder aus Krakau. Zum einen diesen kleinen Laden mit einem schon fast Superhelden-ähnlichem Namen:

Und dann noch diese Kunsthandlung. Hmm, mich würde mal interessieren, ob sie wissen, was sie bei der Namensgebung dieses Ladens taten:

10.11.05

Philosophensandwich

Gestern hab ich mir in einem Konbini ein Sandwich gekauft. Beim Auspacken fiel mein Blick auf die Beschriftung der Verpackung. Höchst anspruchsvolle Sandwiches haben die hier...


Und auch aus der Kategorie "R oder L, was ist wohl richtig?", noch ein Fundstück aus Matsuzaki:

8.11.05

Es geht doch...

Na gut, werde ich meine Meinung zu Kyoto doch ein wenig revidieren müssen. Nach einem ausgiebigen Ausflug in Downtown-Kyoto (das halt etwas entfernt vom Bahnhof liegt) bin ich doch noch auf diverse interessante Ecken gestoßen. Zum einen habe ich mal wieder einige nette Geschäfte aufgetan. Mittlerweile gehe ich offensichtlich lieber irgendwelche Läden durchforsten, als irgendwelche Tempel anzugucken. Dort in dieser Einkaufspassage habe ich dann auch Florian mitsamt Kommolitonen Bastian getroffen, die mir in "der" Spielhalle Kyotos auch scheinbar übermächtige Japaner in Street Fighter 3 Third Strike (oder was weiss ich) schlagen kann. Danach sind wir noch zu zwei "Bathing Ape"-Shops gegangen, in denen diese Woche eine neue (natürlich extrem limitierte) Kollektion von Sneakern verkauft werden. In Zusammenarbeit mit Marvel kann man dann Donnerstag dann also "Hulk", "Fantastic Four", "Thor" oder "Captain America"-Schuhe kaufen. Nicht das die beiden große Marvelfans oder so etwas werden, da bei solchen Sonderauflagen mit einer hohen Wertsteigerung zu rechnen ist, kaufen sie sich du Schuhe als reines Spekulationsobjekt.

Die Bathing Ape-Shops sind übrigens a) sehr gut versteckt und b) sehr schick aufgemacht. Man muss schon wissen wo man suchen muss und traut sich dann drinnen kaum die Ware anzufassen, so exklusiv sieht das alles aus. In einem solchen Laden in Deutschland würde ich mit ausnahmslos arroganten Angestellten rechnen, hierzulande sind die Bedienungen aber alle ausgesprochen freundlich. Aber das ist hier ja eh Standard, der Kunde ist hier sowas von König. Beim Betreten des Ladens schallt einem mindestens ein "
Irasshaimaseee!" (sowas wie "Wie kann ich ihnen behilflich sein?") entgegen. Manchmal rufen das die Angestellten auch einfach so in den Raum, oder ein Vorgesetzter kommt zum Beispiel aus dem Lager, ruft erstmal sein "Irasshaimaseee!" und die anderen Angestellten antworten mit dem gleich Ruf. Beim verlassen bedankt man sich artig mit "Arigato gozaimashitaaaa!", auch wieder nur mindestens einmal. Selbst wenn man nur mal kurz geguckt hat.

Nachdem sich Bastian von uns verabschiedet hat, bin ich mit Flo erstmal in ein Ramen-Restaurant eingekehrt. Dort gab's dann zum ersten Mal amtlichen japanischen Ramen. Davon bin ich immer noch pappensatt und lecker war's dazu auch noch. Und schön laut schlürfen macht auch viel Spaß.

Anschließend sind wir noch durch das ehemalige Geishaviertel Gion gezogen. Dort gibt es noch jede Menge Häuser im "alten" Stil, die Straße ist nicht asphaltiert, es gibt keine Neonreklame, alles eher bedächtig. In diesen Straßen sind auch einige ziemlich exklusive Restaurants angesiedelt, 4000 Yen für ein Essen sind da wohl die unterste Grenze. Auf unserem Zug durch Gion sind wir auch zufällig an den Dreharbeiten für einen Fernsehfilm vorbeigekommen. Dabei hatte die Kameracrew die Gasse, in der gedreht werden sollte nicht abgesperrt. Das heißt sie mussten immer brav warten, wenn man wieder noch jemand dringend durch diese Gasse musste (und das mussten irgendwie einige, obwohl es recht offensichtlich war, dass dort gedreht wird). Nachdem die Szene abgedreht war (hat nichtmal ne Minute gedauert) zog dann eine Gruppe Mädels zu den beiden Schauspielern und wollte ein Foto mit den beiden. Der Freude nach zu urteilen, die die Mädels an den Tag legten nachdem ihrer Bitte stattgegeben wurden, sind die beiden Schauspieler wohl doch etwas bekannter. Ich kannte sie auf jeden Fall nicht. ;-)

Unterwegs sind wir noch unter anderem am Kyoto'er Beer Keller vorbeigekommen. Wir konnten gerade noch wiederstehen dort reinzugehen, auch wenn der Werbespruch draussen ziemlich einladend war:


Auch nicht zu verachten ist der Trinkspruch, der eine Wand des Bierkellers ziert:


In diesem Sinne trinke ich mir jetzt noch was, dann geht's ins Bett und morgen, ja morgen stell ich den ganzen Kram wohl hoffentlich endlich online!

4.11.05

Das war erst der Anfang

Das war dann also mein (vorerst) letzter Tag in Tokyo. Verbracht hab ich ihn wie die letzten Tage auch schon: mit viel herumlaufen. Zuerst ging es nach Shinagawa, wo ich meinen JR Pass eingetauscht habe. Man kriegt beim Kauf ja nur einen Gutschein, den man dann hier einlösen muss. Danach ging es zum Hara Museum of Contemporary Art. Sanagawa ist eigentlich, soweit ich das gesehen habe, ziemlich unspektakulär, laut und eher hässlich, aber das Hara Museum liegt etwas abseits in einer ruhigen Wohngegend. Das Gebäude im Bauhausstil ist von einem Garten umgeben, sehr schön schon mal. Mit dem großartigen Wetter heute ergab das ganze schon eine fast mediterrane Atmosphäre.

Im Museum selbst gab es momentan eine Ausstellung der japanischen Künstlerin Miwa Yanagi zu sehen. Viele Fotografien, meistens junge Mädchen in verstörenden Umgebungen. Teilweise auch mit Masken, die sie sehr alt aussehen lassen. Vom Unheimlichkeitsfakter her ungefähr so wie diverse Aphex Twin-Videos. Interessant war vor allem die Bilderreihe "Fairy Tales", in der Motive aus bekannten Märchen wie "Rotkäppchen", "Aschenputtel" oder "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" nachgestellt wurden. Danaben gab es einige Installationen und Skulpturen zu sehen. Sehr interessant war auch die Nachbildung des Arbeitszimmers von Yoshitome Nara. Und im Museumsshop hätte ich auch gerne wieder eingekauft, aber naja, das Platzproblem. Sehr cool war zum Beispiel ein Hemd, zur Hälfte "richtiges" Hemd und die andere Hälfte ein Longsleeveshirt.

Danach hab ich mich auf den Weg nach Odaiba gemacht. Und unglaublich aber wahr, ich habe den Weg zum Meer ohne große Probleme gefunden. Hier der Beweis, es gibt viel Wasser in Tokyo:


Im Hintergrund ist schon mein Ziel zu sehen. Odaiba ist eine künstliche Insel in der Bucht von Tokyo, voll mit Geschäften, Restaurants, Hochhäusern (sowohl geschäftlich als auch als Wohngebiet) und viel Verkehr. Diese Künstlichkeit war auch ständig spürbar, ich denke ein Bild wie dieses sagt schon alles:


Ich bin also mit der Fähre da rübergeschippert und was einen als erstes erwartet ist eine mindestens 5 Etagenhohe Wand aus Geschäften und Restaurants. Worin die Japaner ja ziemlich großartig sind, ist der niedlich-kreative Gebrauch der englischen Sprache. Zuerst sah ich das, was als Kombination ja schon ziemlich wild ist:

Das macht also der Weihnachtsmann außerhalb der Weihnachtszeit, er schippert mit seinen Kumpanen über die sieben Weltmeere. Noch besser sind allerdings die Lieblingssätze vom Captain:

Jaaaa, ein ganz freundlicher Hippietyp, dieser Captain Santa! Zu köstlich.

Ich bin dann noch was auf dem Eiland rumgestromert, hier mal einen Laden angeguckt, da ein Riesenrad, hier ne Spielhalle... das spannenste war ganz ehrlich die Zweigstelle von HMV, wo ich mir ein paar CDs angehört habe und beinahe wieder welche gekauft hätte. Himmel, hier in Japan mutiere ich wieder zum CD-Käufer. Es gab einen interessanten Sampler von japanischen Postrockern, was neues von AFX, The Orb auf Kompakt... nuja, ich hätte so einiges gerne mitgenommen.

Ach ja, apropos... hier gibt es zwar Gap, HMV, McDonalds und was weiss ich... aber ich hab noch nicht einen H&M gesehen! Gibt's denn das? Kein H&M in Japan?

Um 17h hab ich dann wieder den Heimweg angetreten, es wurde dunkel und da die Rainbow Bridge bei Dunkelheit schick beleuchtet sein soll, dachte ich mir, da gehst du doch mal zu Fuß drüber. 980m oder so, ist doch gelacht. Als ich dann da ankam, erklärte mir einer der Brückenwärter, dass der Fußweg der Brück um 18h schließen würde. Naja, ich bin ja gut zu Fuß, also hab ich mich auf den Weg gemacht. Unterwegs hab ich dann unter anderem folgendes Bild gemacht:



Das sieht doch in der Tat ganz schick aus. Ich also im strammen Marsch rüber über die fast menschenleere Brücke (dafür gab es massenweise Autos...) und ich hab es auch rechtzeitig rübergeschafft. Am Ende des Fußwegs darf man noch einen Aufzug runterdüsen und landet in einer wirklich leeren Lobby. Unheimlich... noch besser ist, dass man dann im Hafenviertel landet und sich ein wenig verloren vorkommt. Praktischerweise war aber grad Feierabendzeit, also bin ich einfach dem immer stärker werdenden Menschenstrom gefolgt, der mich tatsächlich zur richtigen Bahnhaltestelle geführt hat. Lemmingverhalten halt also doch manchmal seine Vorteile.

Nun denn, ich mache mich jetzt mal bereit für die letzte Nacht hier in Takashimadaira. Morgen geht es dann für 2 Tage auf die Izu Halbinsel und danach weiter nach Kyoto. Ich glaub in Matsuzaki, wo ich die nächsten zwei Tage bin, werde ich keine Internetverbindung kriegen, also hört ihr erst wieder von mir, wenn ich in Kyoto bin. Dann gibt's sicherlich viel zu erzählen und auch viel zu sehen.