Neulich im Zug von Köln nach Bonn: Teenagermädchen lesen Manga und kichern über witzige Szenen - um genau zu sein, welche die auf japanisch sind. Japanisch, demnächst in der Unterstufe für all die Manga/Anime/Visual Kei-Groupies?
Einen Sitzplatz weiter: ein Mittdreißiger, der Sudokus löst und später seiner Sitznachbarin erklären muss, was genau er da macht. Sudokus und all die daraus entstandenen Mutationen sind ja mittlerweile wirklich überall. In Buchhandlungen gibt es ja mittlerweile fast eigenen Abteilungen dafür. In der US- und Europaversion des kommenden Nintendoknallers (zumindest war und ist es das in Japan) "Brain Age" gibt es zusätzlich noch den Sudoku-Modus. Den gibt es in der ursrpünglichen Japanversion nicht und wird hier als zusätzlicher Kaufanreiz beworben. Ich bin mal gespannt, ob der Erfolg von Nintendogs hierzulande damit wiederholt werden kann.
Japanische Popkultur, Architektur, Kunst und anderer Schmonzes!
15.4.06
10.4.06
Gib alles was du hast!
Wer einen Blick auf meine Hörgewohnheiten bei last.fm geworfen hat, erkennt das es mir in letzter Zeit eine Band besonders angetan hat: Deerhoof. Letzten Freitag war es dann endlich so weit, ich konnte Deerhoof live erleben. Zuvor konnte ich mir in die diversen Videos einen Eindruck verschaffen und den stärksten Eindruck hinterließ Schlagzeuger Greg Saunier. Und dieser Eindruck täuschte kein Stück. Saunier ließ hinter seinem schrabbelligen Mini-Drumkit das gute alte Tier sowas von blass aussehen. Und schaffte dennoch all die Rhythmus- und Tempiwechsel. Barfuß übrigens.
Ach ja, der Rest war auch klasse. Obligatorische deutsche Ansagen. Coole Tanzeinlagen von Sängerin Satomi. Süßigkeiten zur Zugabe. Und gute Musik gab's auch. (Und wenn sich YouTube nicht so anstellt wie jetzt, gibt's auch ein kurzes Video... so bitte schön, hier ist es! Leider ist der Ton leicht versetzt. Doof.)
Ach ja, der Rest war auch klasse. Obligatorische deutsche Ansagen. Coole Tanzeinlagen von Sängerin Satomi. Süßigkeiten zur Zugabe. Und gute Musik gab's auch. (Und wenn sich YouTube nicht so anstellt wie jetzt, gibt's auch ein kurzes Video... so bitte schön, hier ist es! Leider ist der Ton leicht versetzt. Doof.)
Neues aus Beton
Was macht man eigentlich so in St. Louis? Nachdem ich den Bericht über "The Pulitzer Foundation for the Arts" bei Design Observer gelesen habe, wüßte ich zumindest schon einmal einen Grund. Tadao Ando mal wieder. Und er hat es anscheinend wieder einmal geschafft, ein Gebäude zu entwerfen, in dem die ausgestellten Kunstwerke auch ihren nötigen Raum bekommen, den sie benötigen. Schlicht, unaufdringlich, zugleich aber eben durch diese Zurückhaltung beeindruckend.
Natürlich bestimmt auch bei diesem Gebäude Andos Lieblingsbaumaterial Beton die Hauptrolle. Auf der offiziellen Internetseite der Pulitzer Foundation gibt es eine kurze Dokumentation, die zeigt wieviel Aufwand hinter diesem scheinbar so alltäglichem Baustoff steckt. Ein Jammer, das Beton meistens nur für hässliche Klötze genutzt wird.
Natürlich bestimmt auch bei diesem Gebäude Andos Lieblingsbaumaterial Beton die Hauptrolle. Auf der offiziellen Internetseite der Pulitzer Foundation gibt es eine kurze Dokumentation, die zeigt wieviel Aufwand hinter diesem scheinbar so alltäglichem Baustoff steckt. Ein Jammer, das Beton meistens nur für hässliche Klötze genutzt wird.8.4.06
Freundschaft!
Falls mal jemand Lust haben sollte gegen mich Tetris DS zu spielen - mein Friendcode ist: 940202 040154
Aber ich glaube ich muss erstmal noch etwas trainieren...
Aber ich glaube ich muss erstmal noch etwas trainieren...
Transformierte Transformer
Jeder TransFormerssammler wird unter Schmerzen aufschreien, wenn er das sieht, was der in Japan lebende Künstler Scott Campbell mit dem Kultspielzeug anstellt. Er zerlegt die TransFormer in Einzelteile und baut daraus Skulpturen, die er MisFormers nennt. Ein Interview mit Campbell gibt es jetzt bei PingMag.
Ha'm se was zu verzollen?
Nun ist es endlich auch mal mir passiert. Ich hab bei Lik-Sang das neue Tetris für Nintendo DS bestellt, letzte Woche ging die Lieferung raus... und gestern hatte ich eine Mitteilung vom Zoll im Briefkasten, dass ich doch bitte mal dort vorstellig werden möge. Hui, aufregend, da ist auch mal was von mir im Zoll gelandet. Toll nur, dass die Damen und Herren vom Amt so dolle Öffnungszeiten haben. 9 bis 14.30 Uhr, na vielen Dank. Aber wie es der Zufall so wollte, musste ich heute eh erst spät zur Arbeit, also ab auf's Rad und mal vorbeigeschaut. Das Zollamt selbst war leicht zu finden, aber erst einmal drinnen war es etwas unklar wohin. Kein Empfang oder ähnliches, lauter verschlossene Türen. Dann fand ich aber doch den Wegweiser zur Poststelle, wo man über mich richten sollte.
Zum Glück waren die anwesenden Beamten keine Paragraphenreiter, trotz fehlendem Zahlungsnachweis von meiner Seite und nur einer groben Schätzung des Wertes ließ man mich schließlich meine Ware mitnehmen. Ein bißchen Mehrwertsteuer bezahlt, einen Stapel Papier als Nachweis mitgenommen und schwupp war ich wieder raus. Was halt ärgerlich war, war das das Spiel und die von mir mitbestellten DS-Schutzfolien eigentlich auch locker in einen gepolsterten Umschlag gepasst hätten, womit ich kein Problem gehabt hätte. Die hat der Postbote bisher immer einfach so in den Briefkasten geworfen und kein Hahn krähte nach dem Zoll. Aber irgendwann musste es ja mal passieren.
Ach ja, das Tetris ist übrigens großartig! Ich hab es bisher nur ungefähr eine halbe Stunde gespielt, aber das Spiel macht noch immer Spaß und die Neuerungen sind auch gelungen. Und dann gibt es ja noch die Sache mit dem WiFi... Freundescode gibt es dann demnächst!
Zum Glück waren die anwesenden Beamten keine Paragraphenreiter, trotz fehlendem Zahlungsnachweis von meiner Seite und nur einer groben Schätzung des Wertes ließ man mich schließlich meine Ware mitnehmen. Ein bißchen Mehrwertsteuer bezahlt, einen Stapel Papier als Nachweis mitgenommen und schwupp war ich wieder raus. Was halt ärgerlich war, war das das Spiel und die von mir mitbestellten DS-Schutzfolien eigentlich auch locker in einen gepolsterten Umschlag gepasst hätten, womit ich kein Problem gehabt hätte. Die hat der Postbote bisher immer einfach so in den Briefkasten geworfen und kein Hahn krähte nach dem Zoll. Aber irgendwann musste es ja mal passieren.
Ach ja, das Tetris ist übrigens großartig! Ich hab es bisher nur ungefähr eine halbe Stunde gespielt, aber das Spiel macht noch immer Spaß und die Neuerungen sind auch gelungen. Und dann gibt es ja noch die Sache mit dem WiFi... Freundescode gibt es dann demnächst!
5.4.06
Du kannst schon mal die Zwiebeln schneiden
Jetzt, wo sich die nervige Erkältung so langsam verzieht und ich auch mal wieder 5 Minuten vor dem Rechner sitzen kann ohne Kopfschmerzen zu kriegen, wie versprochen ein paar nähere Worte zu "Cooking Mama". Wie dem unten verlinkten Promovideo zu entnehmen ist "Cooking Mama" ein Kochspiel. Und da es ein Spiel für Nintendos DS ist, wird natürlich überwiegend mit dem Touchscreen gespielt.
Zu Beginn des Spiels habt ihr die Auswahl aus 15 verschiedenen Gerichten. Dabei könnt ihr zwischen auch hierzulande bekannten Dingen wie Kartoffelsalat und Spaghetti wählen, aber natürlich gibt es auch die ein oder andere japanische Spezialität. Zu Beginn habe ich mir also gleich mal einen meiner Favoriten vorgenommen, Takoyaki, Oktopusteigbällchen. Die Zubereitung der Gerichte teilt sich in mehrere Arbeitschritte auf, je nach Schwierigkeit des Gerichtes können das um die 10 verschiedenen Arbeitsschritte sein. Für Takoyaki heißt es erst einmal einen Oktopusarm zu zerkleinern. Oktopus auf's Brettchen und dann einfach mit dem Stift die vorgegebenen Schnittstellen nachzeichnen und schwuppschwuppschwupp... zerkleinerter Oktopus. Fast immer laufen die jeweiligen Arbeitschnitte unter Zeitdruck ab, also zackzack!
Bis zur Fertigstellung muss natürlich noch ein Teig angerührt werden, der selbige gleichmäßig in Formen verteilt und bei der Zubereitung rechtzeitig gedreht werden. Andere Arbeitsschritte sind zum Beispiel Zwiebeln schneiden, Eier aufschlagen, Fleisch weichklopfen oder das richtige Hinzufügen von Zutaten in den Kochtopf.
Habt ihr ein Gericht erfolgreich gekocht, wird eure Leistung von der Cooking Mama bewertet und ihr schaltet meistens ein neues Gericht frei. Bisher bin ich bei über 30 angekommen, die Auswahl ist auf jeden Fall ziemlich groß. Bei manchen Gerichten habt ihr während der Zubereitung auch die Auswahl, welche Variante ihr wählen möchtet. Also zum Beispiel bei den Spaghetti einfache Tomatensoße, mit Hackbällchen oder "Japanstyle".
Der Grafikstil und der Schwierigkeitsgrad sind recht deutlich an jüngere Semester ausgerichtet. Nicht sehr anspruchsvoll, aber ein kleiner Spaß für zwischendurch auf jeden Fall. Sprachlich gibt es auch keine größeren Hürden, ihr könnt auch ohne größere Japanischkenntnisse die nötigen Schritte erahnen. Falls doch Fragen offen sein sollten ist alles Kanji-frei gehalten, wer also Hiragana und Katakana lesen kann, kann unbekannte Wörter über Online-Wörterbücher herausfinden.
Und nach all dem Geschreibe hab ich wieder Lust bekommen, noch ne Runde zu kochen. Vielleicht schaff ich es ja diesmal die Instantnudelsuppe zu kochen...
Zu Beginn des Spiels habt ihr die Auswahl aus 15 verschiedenen Gerichten. Dabei könnt ihr zwischen auch hierzulande bekannten Dingen wie Kartoffelsalat und Spaghetti wählen, aber natürlich gibt es auch die ein oder andere japanische Spezialität. Zu Beginn habe ich mir also gleich mal einen meiner Favoriten vorgenommen, Takoyaki, Oktopusteigbällchen. Die Zubereitung der Gerichte teilt sich in mehrere Arbeitschritte auf, je nach Schwierigkeit des Gerichtes können das um die 10 verschiedenen Arbeitsschritte sein. Für Takoyaki heißt es erst einmal einen Oktopusarm zu zerkleinern. Oktopus auf's Brettchen und dann einfach mit dem Stift die vorgegebenen Schnittstellen nachzeichnen und schwuppschwuppschwupp... zerkleinerter Oktopus. Fast immer laufen die jeweiligen Arbeitschnitte unter Zeitdruck ab, also zackzack!
Bis zur Fertigstellung muss natürlich noch ein Teig angerührt werden, der selbige gleichmäßig in Formen verteilt und bei der Zubereitung rechtzeitig gedreht werden. Andere Arbeitsschritte sind zum Beispiel Zwiebeln schneiden, Eier aufschlagen, Fleisch weichklopfen oder das richtige Hinzufügen von Zutaten in den Kochtopf.
Habt ihr ein Gericht erfolgreich gekocht, wird eure Leistung von der Cooking Mama bewertet und ihr schaltet meistens ein neues Gericht frei. Bisher bin ich bei über 30 angekommen, die Auswahl ist auf jeden Fall ziemlich groß. Bei manchen Gerichten habt ihr während der Zubereitung auch die Auswahl, welche Variante ihr wählen möchtet. Also zum Beispiel bei den Spaghetti einfache Tomatensoße, mit Hackbällchen oder "Japanstyle".
Der Grafikstil und der Schwierigkeitsgrad sind recht deutlich an jüngere Semester ausgerichtet. Nicht sehr anspruchsvoll, aber ein kleiner Spaß für zwischendurch auf jeden Fall. Sprachlich gibt es auch keine größeren Hürden, ihr könnt auch ohne größere Japanischkenntnisse die nötigen Schritte erahnen. Falls doch Fragen offen sein sollten ist alles Kanji-frei gehalten, wer also Hiragana und Katakana lesen kann, kann unbekannte Wörter über Online-Wörterbücher herausfinden.
Und nach all dem Geschreibe hab ich wieder Lust bekommen, noch ne Runde zu kochen. Vielleicht schaff ich es ja diesmal die Instantnudelsuppe zu kochen...
1.4.06
Gesundheit!
Da mich mal wieder eine Erkältung erwischt hat, fehlt es mir derzeit ein wenig an Energie hier neue Einträge zu machen. Aber: mein "Cooking Mama" ist gestern eingetroffen, beim nächsten Mal gibt es also einen ausführlicheren Eindruck des Spiels. Und jetzt leg ich mich mal wieder zurück ins Bett und leide...
28.3.06
This is a call!
Ein kleiner Ruf der Verzweiflung: ich würde mich sehr freuen, wenn die verehrten Besucher, die diese Seite ansteuern (ich sehe alles! Ha!) auch mal dann und wann einen Kommentar hinterlassen würden. Dafür muss man sich ja nicht mal anmelden (öh, glaub ich). Dann weiß ich wenigstens mal, was euch gefällt. Danke!
Lauter bitte!
Mal etwas total unjapanisches. Aber da es sich in meinen Gehörgängen eingenistet hat, muss es erwähnt werden! Wenn ihr es also bitte sehr gerade aus, inne Fresse, Rock'n'Roll ohne Geschnörkel aber mit Genörgel braucht empfiehlt meine Wenigkeit das soeben erschienene Album von Be Your Own Pet. Zwar fehlt da mit Damn Damn Leash die Oberknaller-Single, aber noch immer genug klasse andere Sachen dabei.
Übrigens spielt BYOP im April live in Deutschland... aber nur in Hamburg, Berlin und München! Hallo, hat da jemand vergessen, das Deutschland auch noch einen Westen hat? Grmpf...
Übrigens spielt BYOP im April live in Deutschland... aber nur in Hamburg, Berlin und München! Hallo, hat da jemand vergessen, das Deutschland auch noch einen Westen hat? Grmpf...26.3.06
Irgendwo zwischen Spaß und bekloppt
Japan, das Videospieleparadies. Beziehungsweise: Japan, das Paradies für - sagen wir mal - kuriose Videospiele. Eins dieser Spiele, deren Ankunft ich sehnlichst erwarte (mein bei playasia.com bestelltes Exemplar ist noch irgendwo auf dem Postweg... und hoffentlich nicht beim Zoll!) ist "Cooking Mama" für Nintendo DS. Um mal einen Eindruck zu vermitteln, worum es in diesem Spiel geht, hier ein Video mit Spielszenen als Vorgeschmack (kicher, VorGESCHMACK...):
Jetzt wird es allerdings richtig bekloppt. Für die Playstation 2 gibt es nämlich die grandiose Sport"simulation" "Ski Jumping Pair Reloaded". Eine Verbindung aus Skispringen und Akrobatik. Klingt reichlich bescheuert und ist es auch:
Jetzt wird es allerdings richtig bekloppt. Für die Playstation 2 gibt es nämlich die grandiose Sport"simulation" "Ski Jumping Pair Reloaded". Eine Verbindung aus Skispringen und Akrobatik. Klingt reichlich bescheuert und ist es auch:
24.3.06
Such und Find
Ganz interessant kann es für Blogger manchmal sein, zu sehen durch welche Suchbegriffe so mancher Besucher auf seiner Seite landet. Bei mir begann das recht unspektakulär, mit so Dingen wie "James Turrell" oder "Juan Moreno". In der letzten Woche mischten sich dann aber zwei amüsantere Suchbegriffe darunter. Zuerst fragte jemand "Wo ist das Rotlichtviertel Kölner Dom"... nun ja, sicherlich nicht direkt am Kölner Dom, soviel kann ich verraten. Und heute suchte jemand nach "Taxifunk Mönchengladbach". Tatsächlich hab ich zu dem Thema ja auch mal was geschrieben, lang, lang ist's her.
Aber ich denke mal, damit mehr Leute durch ihre Googlesuche hier landen, muss ich mehr über die großen Brüste von Angelina Jolie schreiben, von geilen MILFs berichten und überhaupt, mehr Sex Sex Sex! Aber das wär mir dann doch zu einfach...
Aber ich denke mal, damit mehr Leute durch ihre Googlesuche hier landen, muss ich mehr über die großen Brüste von Angelina Jolie schreiben, von geilen MILFs berichten und überhaupt, mehr Sex Sex Sex! Aber das wär mir dann doch zu einfach...
20.3.06
Tommy hier, Tommy da
Und wie es der Zufall so will, heute habe ich für mich den Komplex "Tomoko Kawase" erweitern können. Neben all ihren bereits erwähnten Projekten produziert sie nämlich auch noch andere Musiker. Und einer von denen ist Takashi Fujii. Die Single "Oh my Juliet" die die beiden zusammen herausgebracht haben ist wie von Tommy february6 gewohnt schmissigster 80er Synthiepop und das dazugehörige Video ist auch recht amüsant. Übrigens wird der ein oder andere Takashi Fujii, der ebenfalls ganz schön umtriebig ist, aus einer anderen Rolle, er tauchte nämlich als Matthew Minami in "Lost in Translation" auf. Diese Fernsehsendung "Matthews Best Hit TV" gibt es tatsächlich. Da tut sich wieder ein neuer Entertainmentkomplex auf, scheint mir...
Es ist Frühling, auf zum Kiosk!
Nur noch einmal zur Erinnerung: heute ist Frühlingsanfang. Und das bedeutet nicht nur eine Aussicht auf besseres Wetter, blühende Flora usw. sondern auch, dass mal wieder eine neue Ausgabe des tollen Dummy-Magazins erscheint. Das Thema dieses Heft (wie sollte es auch anders sein) ist "Fußball". Und so arbeitet das Heft die 90 mehr oder weniger spektakulärsten Minuten dieses Sports ab. Und das kann auch durchaus für nicht-Fußball-interessierte spannend sein. Leider ist es häufig nicht so einfach das Heft zu finden, denn erstens ist die Auflage recht niedrig und zweitens versteckt mancher Zeitschriftenhändler auf Grund des regelmäßigen Themenwechsels das Heft immer an einer anderen Stelle. Aber wie gesagt, die Suche lohnt sich immer wieder. Und das gilt auch für alle bisherigen erschienenen Ausgaben.
15.3.06
Rate mal...
Heute hab ich mal an einem Einstufungstest für einen Sprachkurs im Japanischen Kulturinstitut in Köln teilgenommen. Ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt. Überrascht war ich auf jeden Fall, wieviel ich beim Hören & Verstehen - Teil des Tests verstanden habe. Ob ich allerdings dann die richtigen Antworten gewählt habe... Freitag werde ich es erfahren und dann wird sich für den nächsten Sprachkurs angemeldet.
Sie, die beiden und ich
Da gibt es diese Frau, Kawase Tomoko ist ihr Name. "Hauptberuflich" ist sie die Sängerin der Alternative-Poprockgruppe "The Brilliant Green". Und die sehen so aus:
Wenn Tomoko aber auch mal alleine losrocken möchte, dann schlüpft sie einfach in ihr Alter Ego namens Tommy Heavenly6. Da gibt's dann mal Powerpoppiges oder an Avril Lavigne erinnernde Balladen.
Aber weil immer nur rumrocken auch mal langweilig wird, braucht es ein weiteres Soloding. Schon vor ihrer Karriere hatte Tomoko ihr Alter Ego Tommy February6, eine Art "niedliche Nerdvariante":
Als Tommy February6 macht sie dann passenderweise zuckersüßen 80er Synthiepop. In den meisten Fällen nichts wirklich weltbewegendes, irgendwo zwischen Kylie und Gwen Stefani, aber dann kommt so ein Ding wie "Lonely in Gorgeous" (es lebe japanisches Nonsense-Englisch!) um die Ecke. Dieses Lied ist übrigens die Titelmusik der Animeserie "Paradise Kiss", eine Liebesgeschichte in der Modeszene Harajukus (dem modischen Epizentrum Japans). Und eben diese Serie führte mich auf die Fährte dieser kreativen Schizophrenen. Und somit zu einem neuen Ohrwurm.
Wenn Tomoko aber auch mal alleine losrocken möchte, dann schlüpft sie einfach in ihr Alter Ego namens Tommy Heavenly6. Da gibt's dann mal Powerpoppiges oder an Avril Lavigne erinnernde Balladen.
Aber weil immer nur rumrocken auch mal langweilig wird, braucht es ein weiteres Soloding. Schon vor ihrer Karriere hatte Tomoko ihr Alter Ego Tommy February6, eine Art "niedliche Nerdvariante":
Als Tommy February6 macht sie dann passenderweise zuckersüßen 80er Synthiepop. In den meisten Fällen nichts wirklich weltbewegendes, irgendwo zwischen Kylie und Gwen Stefani, aber dann kommt so ein Ding wie "Lonely in Gorgeous" (es lebe japanisches Nonsense-Englisch!) um die Ecke. Dieses Lied ist übrigens die Titelmusik der Animeserie "Paradise Kiss", eine Liebesgeschichte in der Modeszene Harajukus (dem modischen Epizentrum Japans). Und eben diese Serie führte mich auf die Fährte dieser kreativen Schizophrenen. Und somit zu einem neuen Ohrwurm.
13.3.06
Biiiiiicyle!
Über die für mich besondere Attraktivität japanischer Fahrräder ließ ich mich ja bereits an anderer Stelle in diesem Blog aus. Heute entdeckte ich (via Jean Snow) eine weitere Steigerung des "schnieke japanische Fahrräder"-Themas, nämlich das "16st Design Project". Seeehr schick anzusehen, die Gefährte, finde ich. Auch beim Mitinitiatiors des Projekt Be.BIKE gibt es einige ungewöhnliche Zweiräder zu entdecken. Tja, jetzt müsste das Komma bei meinem Kontostand nur noch ein paar Stellen nach rechts rücken... so lange hilft wohl nur selber Fahrrad pimpen.
12.3.06
Sci-Fi, willkommen zurück
In den letzten Jahren habe ich das Genre Science Fiction, in welcher Form auch immer, ein wenig aus den Augen verloren. Bei den Fernsehserien meist mit zuviel Getöse verbunden, im Kino sieht es ähnlich aus und was Bücher angeht, irgendwie findet sich immer etwas anderes zu lesen. In den letzten Tagen erschien die Science Fiction in der von mir favorisierten Form wieder verstärkt in meinem Blickfeld.
Zunächst stieß ich auf die fantastische Hörspielversion des Klassikers "Neuromancer" von William Gibson. Der Hype um Hörspiele und -bücher ging bisher weitesgehend an mir vorbei, aber diese Umsetzung ist definitiv großartig gemacht. Es wäre auch mal an der Zeit ein paar alte Gibson-Sachen nochmal zu lesen.
Dann wurde ich auf die aktuell ausgestrahlte Animeserie "Ergo Proxy" aufmerksam. Die Geschichte der Serie erinnert zum Beispiel an "Blade Runner". Dann sieht das ganze noch sehr schick aus und bleibt auch frei von irgendwelchen Albernheiten. Bisher wurden zwei Folgen ausgestrahlt und was es da bisher zu sehen gab, ist extrem vielversprechend.
Zu guter letzt wurde ich heute wieder an den nächsten Film von Richard Linklater erinnert. "A Scanner Darkly" ist die Verfilmung eines Philip K. Dick Buches und nutzt die Technik die bereits in Linklaters "Waking Life" genutzt wurde. Dabei werden real gefilmte Szenen sozusagen übermalt und dadurch in einen Zeichentrickfilm umgewandelt. Das sieht fantastisch aus, ist für den ein oder anderen aber auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf den Film, wobei ich allerdings nicht sicher bin, ob er es hierher in die Kinos überhaupt schaffen wird.
Zunächst stieß ich auf die fantastische Hörspielversion des Klassikers "Neuromancer" von William Gibson. Der Hype um Hörspiele und -bücher ging bisher weitesgehend an mir vorbei, aber diese Umsetzung ist definitiv großartig gemacht. Es wäre auch mal an der Zeit ein paar alte Gibson-Sachen nochmal zu lesen.
Dann wurde ich auf die aktuell ausgestrahlte Animeserie "Ergo Proxy" aufmerksam. Die Geschichte der Serie erinnert zum Beispiel an "Blade Runner". Dann sieht das ganze noch sehr schick aus und bleibt auch frei von irgendwelchen Albernheiten. Bisher wurden zwei Folgen ausgestrahlt und was es da bisher zu sehen gab, ist extrem vielversprechend.
Zu guter letzt wurde ich heute wieder an den nächsten Film von Richard Linklater erinnert. "A Scanner Darkly" ist die Verfilmung eines Philip K. Dick Buches und nutzt die Technik die bereits in Linklaters "Waking Life" genutzt wurde. Dabei werden real gefilmte Szenen sozusagen übermalt und dadurch in einen Zeichentrickfilm umgewandelt. Das sieht fantastisch aus, ist für den ein oder anderen aber auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf den Film, wobei ich allerdings nicht sicher bin, ob er es hierher in die Kinos überhaupt schaffen wird.10.3.06
2D-Real-Animations-Komischer-Kram
Das Mamoru Oshii auch anders kann als einfach "nur" gute Animefilme (ich sag mal "Ghost in the Shell" oder "Jin-Roh") zu machen hat er ja bereits schon mit dem mehr-oder-weniger-Realfilm "Avalon" bewiesen. Sein neuestes Projekt geht da noch einen Schritt weiter und präsentiert eine wilde Mischung aus Realfilm, Papierschnittlook und Monty-Python-esque Animationen. "Tachigui" nennt sich das ganze und der Trailer lässt erahnen, dass uns da etwas ziemlich abgefahrenes bevorsteht.
7.3.06
Eine kleine Erlösung
Jetzt weiss ich auch endlich, was für ein Lied Ayase Haruka (derzeit zu sehen im großartigen wie düsteren Drama "Byakuyakou") in den diversen Pocari Sweat-Werbungen (hier, hier und hier) vor sich her summt. Die Lösung gibt es hier zu sehen. Was wär ich ohne YouTube...
Und wo wir grad dabei sind, japanische Schauspieler machen nicht nur Werbung und so, sondern singen auch. Ayase Haruka jetzt also auch, hier gibt's das Video zu ihrer Debutsingle "Passion".
Und wo wir grad dabei sind, japanische Schauspieler machen nicht nur Werbung und so, sondern singen auch. Ayase Haruka jetzt also auch, hier gibt's das Video zu ihrer Debutsingle "Passion".
6.3.06
Gegen kahle Wände!
Neue Wohnung? Nix an der Wand? Du suchst eine flexible Dekorationsmöglichkeit? Die universelle super Einrichtungsidee von WANDEKOR ist die Lösung, die du suchst! Bestimmt! Nimm gleich 10! (via Momus' Blog)
5.3.06
Der wahre Energydrink
Wer schon einmal einen Final Fantasy-Teil (oder überhaupt ein Rollenspiel) gespielt hat, weiß was zu tun ist, wenn die Gesundheitspunkte sich bedrohlich der tödlichen 0 nähern: einfach mal ne Potion reinwerfen! Jetzt hat Suntory in Japan zur Veröffentlichung des zwölften Final Fantasy eben diese Potions als Softdrink auf den Markt gebracht. Und die Szenen in der dazugehörigen Werbung dürften auch dem geneigten Final Fantasy-Spieler bekannt vorkommen... (via Jean Snow bzw. Kotaku)
1.3.06
Erwischt!
Jpop hat's bei mir in den meisten Fällen nicht leicht. Oft zu leicht, zuckersüß und durchproduziert, sehr selten nur bleibt etwas hängen (zum Beispiel aiko). Aber dann kann mich ein Lied aus dieser Sparte kalt erwischen. So wie heute, als ich beim Besuch auf aznV auf das Video zu "Passion" von Utada Hikaru stieß (übrigens das Titelstück des Spiels "Kingdom Hearts 2"). Und seitdem höre und sehe ich es rauf und runter.

Ich kann zwar nicht wirklich festmachen, warum gerade dieses Stück, aber es hat etwas ungewöhnliches. Denn bisher hat mich alles, was ich von Utada Hikaru hörte immer wieder kalt gelassen, eher langweiliger ... nennen wir's mal J-RnB. So wie es aussieht, machen es wohl mal wieder die Menschen dahinter aus. Die Neptunes haben es ja auch geschafft, dass ich mal von Britney etwas super fand.

Ich kann zwar nicht wirklich festmachen, warum gerade dieses Stück, aber es hat etwas ungewöhnliches. Denn bisher hat mich alles, was ich von Utada Hikaru hörte immer wieder kalt gelassen, eher langweiliger ... nennen wir's mal J-RnB. So wie es aussieht, machen es wohl mal wieder die Menschen dahinter aus. Die Neptunes haben es ja auch geschafft, dass ich mal von Britney etwas super fand.
28.2.06
Feine Fotos
Hier nur ganz fix der Link zum schönen Fotoblog von Watanabe Ani, viel Spaß beim Durchstöbern!
25.2.06
Der Winterdramareport 06
Mittlerweile befindet sich die Winterstaffel der japanische TV-Dramen ungefähr bei der Halbzeit, Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Angesichts der Untertitelproblematik (dazu später mehr) gibt es derzeit allerdings nur zwei Serien, die ich regelmäßig verfolge.
Das erste Drama ist "Ns' Aoi" (aka Nurse Aoi), eine Mangaverfilmung über eine Krankenschwester, die ins schlechteste Krankenhaus der Stadt versetzt wird. Dort sorgt sie durch ihre unbekümmerte und engagierte Art für einige Veränderungen. Getragen wird die Serie vor allem von der herzallerknuffigsten Hauptdarstellerin Ishihara Satomi, die aber mal sowas von niedlich ist, das es quietscht. Ordentlich unterhaltsam, kein Meisterwerk, aber dennoch Woche für Woche von mir freudig erwartet. Gegen hübsche Mädels in Krankenschwesternoutfits ist ja auch nix einzuwenden...
Drama Nr. 2 nennt sich "Gachi Baka" und dort gibt es reichlich altbekanntes. Wie schon bei "Gokusen" oder "G.T.O." darf sich ein unkonventioneller Lehrer mit der allerweltschlimmsten Schulklasse herumschlagen und ihnen im Verlauf der Serie wichtige zwischenmenschliche Werte mitgeben. Tja, alles schon mal gesehen, aber auch hier gilt, der Hauptdarsteller machts, einfach ne coole Sau. Die Schüler fallen vor allem durch ihre Milchbubigkeit auf, oft nimmt man denen das "wir sind total böse!"-Gehabe kein Stück ab. Naja, Fanservice halt für die Anhänger der x-tausend Boygroups da draußen.
Gerne weitersehen würde ich "Byakuyakou", wo sich die kreativen Köpfe, die schon für "Sekai no chuushin de, ai wo sakebu" verantwortlich waren, wiedervereinen. Die erste Folge war schon extrem gut, insbesondere die großartigen Kinderdarsteller. Aber wie bereits erwähnt, das Problem mit den Untertiteln. Bei mangelnden Japanischkenntnissen ist man halt den sog. Fansubbern "ausgeliefert", die in ihrer Freizeit Untertitel für die Serien erstellen. Und wie das halt manchmal so ist, dauert das manchmal ganz schön lange, bis dann mal diese Untertitel erscheinen. Da kann man nicht viel machen. Außer weiter fleißig japanisch lernen.
Das erste Drama ist "Ns' Aoi" (aka Nurse Aoi), eine Mangaverfilmung über eine Krankenschwester, die ins schlechteste Krankenhaus der Stadt versetzt wird. Dort sorgt sie durch ihre unbekümmerte und engagierte Art für einige Veränderungen. Getragen wird die Serie vor allem von der herzallerknuffigsten Hauptdarstellerin Ishihara Satomi, die aber mal sowas von niedlich ist, das es quietscht. Ordentlich unterhaltsam, kein Meisterwerk, aber dennoch Woche für Woche von mir freudig erwartet. Gegen hübsche Mädels in Krankenschwesternoutfits ist ja auch nix einzuwenden...
Drama Nr. 2 nennt sich "Gachi Baka" und dort gibt es reichlich altbekanntes. Wie schon bei "Gokusen" oder "G.T.O." darf sich ein unkonventioneller Lehrer mit der allerweltschlimmsten Schulklasse herumschlagen und ihnen im Verlauf der Serie wichtige zwischenmenschliche Werte mitgeben. Tja, alles schon mal gesehen, aber auch hier gilt, der Hauptdarsteller machts, einfach ne coole Sau. Die Schüler fallen vor allem durch ihre Milchbubigkeit auf, oft nimmt man denen das "wir sind total böse!"-Gehabe kein Stück ab. Naja, Fanservice halt für die Anhänger der x-tausend Boygroups da draußen.
Gerne weitersehen würde ich "Byakuyakou", wo sich die kreativen Köpfe, die schon für "Sekai no chuushin de, ai wo sakebu" verantwortlich waren, wiedervereinen. Die erste Folge war schon extrem gut, insbesondere die großartigen Kinderdarsteller. Aber wie bereits erwähnt, das Problem mit den Untertiteln. Bei mangelnden Japanischkenntnissen ist man halt den sog. Fansubbern "ausgeliefert", die in ihrer Freizeit Untertitel für die Serien erstellen. Und wie das halt manchmal so ist, dauert das manchmal ganz schön lange, bis dann mal diese Untertitel erscheinen. Da kann man nicht viel machen. Außer weiter fleißig japanisch lernen.22.2.06
Shoppen in Mini-Japan
Vielleicht weiß es der ein oder andere, Düsseldorf ist nach London und Paris die größte japanische Stadt Europas. Und da die Japaner auch gerne Dinge aus ihrer Heimat hierzulande kaufen möchten, verfügt die Landeshauptstadt NRWs über einige japanische Geschäfte. Und gestern habe ich es zum ersten Mal endlich geschafft, selbige einmal aufzusuchen. Neben Buchhandlungen sind vor allem die Lebensmittelgeschäfte von Interesse. Dort war ich kurz vor dem siebten Himmel, den schließlich gibt es dort so ziemlich viel erdenkliches, was ich von Japans Geschäften gewohnt war. Vor allem den vor mir hier schmerzlich vermisste Tee in Flaschen. Man kriegt hier ja immer nur diese gesüßte und sonstwie aromatisierte (Eis)teeplörre. Ich will einfach nur Tee! Ohne Zucker und anderem Kram! Naja, wie gesagt, dort zu kaufen. Der Wermutstropfen war dann allerdings der Preis, denn doppelt bis fast dreimal soviel wie in Japan, das ist schon happig.
Auch empfehlenswert ist der Besuch der vor kurzem eröffneten "Muji"-Filliale auf der Königsallee. Muji führt einfache, schlicht designte und (vermutlich) hochwertige No-Name-Ware, Schreibwaren, Kleidung, Accesoires, Küchenbedarf etc. Sehr schick das alles und auch relativ preiswert.
Nachdem ich also jetzt so angefixt bin, wird wohl Düsseldorf damit leben müssen, dass ich mich häufiger dorthin aufmachen werde.
Auch empfehlenswert ist der Besuch der vor kurzem eröffneten "Muji"-Filliale auf der Königsallee. Muji führt einfache, schlicht designte und (vermutlich) hochwertige No-Name-Ware, Schreibwaren, Kleidung, Accesoires, Küchenbedarf etc. Sehr schick das alles und auch relativ preiswert.
Nachdem ich also jetzt so angefixt bin, wird wohl Düsseldorf damit leben müssen, dass ich mich häufiger dorthin aufmachen werde.
Wohin der Ruhm führt...
Museale Odyssee
Bis vor kurzem hätte ich wohl auch nicht im Traum daran gedacht, einen "Lieblingsarchitekten" zu haben. Doch neben den Werken Turrells war es eben die Architektur Tadao Andos, die mich bei meinem Besuch im Chichu-Museum am meisten beindruckt hat. Und aus diesem Grunde versuchte ich seitdem andere Bauwerke von Ando zu finden. Durch Zufall fand ich dann heraus, dass eins der von ihm entworfenen Gebäude ganz in meiner Nähe zu finden sei. Nicht weit entfernt von Neuss hat die "Langen Foundation" auf dem Gelände der Raketenstation Hombroich, einen ehemaligen NATO-Stützpunkt, ein Museum errichtet, das nach den Plänen Andos gebaut werde. Wie sich allerdings herausstellen sollte, war der Weg für uns dorthin gar nicht so einfach zu bewältigen.
Zunächst hieß es für uns von Düsseldorf raus auf's Land zu fahren. Kein Problem soweit, mit dem Zug zum dem Museum nächstgelegenen Ort zu kommen. Von dort an musste man dann mit dem Bus weiter. Da auf den "Überland"bussen allerdings nicht der nächste Halt angezeigt wird und sich die Busfahrer auch nicht die Mühe machen, etwas anzusagen fuhren wir prompt ein paar Stationen zu weit. Was dann bedeutete, bei grandios grauem Winterwetter durch die Einöde zu wandern.
Da wir davon ausgingen, dass das Museum Insel Hombroich und die Langen Foundation zusammengehörten (warum schließlich sonst ein Kombiticket anbieten?) landeten wir als zuerst im Kassenhaus Insel Hombroich. Dort verwies man uns aber dann weiter. Also wieder raus und weitersuchen. Was wiederum nicht wirklich einfach war, denn von vernünftiger Ausschilderung schien man dort draußen auch nicht viel zu halten. Nach einer weiteren Odysee über Feldwege und abgesperrte Bahnübergänge haben wir es dann doch irgendwie geschafft. Von Weitem waren schon die Ando-typischen glatten Betonflächen zu erkennen. Heilfroh erreichten wir also schließlich das vom kalten Wind aufgewühlte Wasser umgebene Glasgebäude.
Zu sehen gab es im Museum eine Ausstellung namens "Graphische Arbeiten der Avantgarde 1918-1934". Gezeigt wurden darin Plakate, Entwürfe und Grafiken aus den 20er und 30er Jahren, im Stile des Dadaismus, Konstruktivismus und ähnlichem. Unter anderem zum Beispiel diverse Sachen von Kurt Schwitters (der durch seine "Merz-Bilder" bekannt wurde. Unglaublicher Zufall: ich höre gerade ein Stück der Band "Merz" von der neuen Spex-CD...), der dem ein oder anderen über den Umweg durch das Stück "Anna" von "Freundeskreis", wo die Zeile "Du bist von hinten wie von vorne A-N-N-A" auftaucht, die ursprünglich aus Schwitters Gedicht "An Anna Blume" stammt.
Sehr interessant waren auch diverse sowjetische Propaganda- und Kinoplakate. Auch bei den typografischen Entwürfen war festzustellen, dass man viele davon problemlos auch heute verwenden könnte und diese noch immer (oder schon wieder?) einen modernen Eindruck machen.
Um aber noch einmal auf die Architektur zurückzukommen: zwar ist das Museum Langen Foundation bei weitem nicht so spektakulär umwerfend, wie das Chichu. Ando hat aber auch hier trotz all dem Beton ein einfaches, leichtes und unaufdringliches Gedäude geschaffen, genau richtig für ein Museum. Beim nächsten Mal muss ich allerdings mal dringend bei besserem Wetter hin, vor allem um dann auch mal das "Insel Hombroich"-Ding anzusehen. Und dann weiss ich auch, wie ich dort hin und auch wieder wegkomme...
Zunächst hieß es für uns von Düsseldorf raus auf's Land zu fahren. Kein Problem soweit, mit dem Zug zum dem Museum nächstgelegenen Ort zu kommen. Von dort an musste man dann mit dem Bus weiter. Da auf den "Überland"bussen allerdings nicht der nächste Halt angezeigt wird und sich die Busfahrer auch nicht die Mühe machen, etwas anzusagen fuhren wir prompt ein paar Stationen zu weit. Was dann bedeutete, bei grandios grauem Winterwetter durch die Einöde zu wandern.
Sehr interessant waren auch diverse sowjetische Propaganda- und Kinoplakate. Auch bei den typografischen Entwürfen war festzustellen, dass man viele davon problemlos auch heute verwenden könnte und diese noch immer (oder schon wieder?) einen modernen Eindruck machen.
Um aber noch einmal auf die Architektur zurückzukommen: zwar ist das Museum Langen Foundation bei weitem nicht so spektakulär umwerfend, wie das Chichu. Ando hat aber auch hier trotz all dem Beton ein einfaches, leichtes und unaufdringliches Gedäude geschaffen, genau richtig für ein Museum. Beim nächsten Mal muss ich allerdings mal dringend bei besserem Wetter hin, vor allem um dann auch mal das "Insel Hombroich"-Ding anzusehen. Und dann weiss ich auch, wie ich dort hin und auch wieder wegkomme...
18.2.06
Nanaaaa-nanana-nanananaaaa...
Schaut man sich derzeit einmal in den Videospielabteilungen um, stellt man fest, dass das derzeitige Angebot an Spielen nicht wirklich vielfältig ist. Dutzende Rennspiele, ein Egoshooter nach dem anderen und das neueste FIFA-Update. Ausnahmen davon sind eher selten und was noch viel schlimmer ist, die Perlen darunter sind noch nicht einmal in den Karstadts dieser Welt zu kaufen (zumindest musste ich diese Erfahrung machen).
Neben dem großartigen Psychonauts, kehrte vor allem durch ein kürzlich in Deutschland erschienenes Spiel der Spaß wieder ins Zocken zurück. Mit "We love Katamari" (hier noch die schicke japanische Seite) schaffte es tatsächlich ein durch und durch skurriles, aber unendlich spaßiges Spiel auf den europäischen Markt. Die Aufgabe des Spiels ist schnell erzählt: ihr rollt eine Kugel, an der alles kleben bleibt, was kleiner als die selbige ist. Das fängt mit Büroklammern, Käfern und Bonbons an und endet mit Hochhäusern, Inseln und Wolken. Präsentiert wird das ganze in einem simplen Grafikstil, der aber voller skurrilen Details ist und einer passenden (weil ebenso vielfältigen, skurrilen und manchmal hart an der Grenze zum nervigen) Musikuntermalung.
Und eben diesen Spaß gibt es auch im kleinen, aber nicht minder unterhaltsamen, online zu spielen. Kein Highscore, kein wirkliches Ende, im Vordergrund steht vor allem eins: zu unterhalten. Lachen. Spaß haben. Das wofür Spiele da sein sollten.
Neben dem großartigen Psychonauts, kehrte vor allem durch ein kürzlich in Deutschland erschienenes Spiel der Spaß wieder ins Zocken zurück. Mit "We love Katamari" (hier noch die schicke japanische Seite) schaffte es tatsächlich ein durch und durch skurriles, aber unendlich spaßiges Spiel auf den europäischen Markt. Die Aufgabe des Spiels ist schnell erzählt: ihr rollt eine Kugel, an der alles kleben bleibt, was kleiner als die selbige ist. Das fängt mit Büroklammern, Käfern und Bonbons an und endet mit Hochhäusern, Inseln und Wolken. Präsentiert wird das ganze in einem simplen Grafikstil, der aber voller skurrilen Details ist und einer passenden (weil ebenso vielfältigen, skurrilen und manchmal hart an der Grenze zum nervigen) Musikuntermalung.
Und eben diesen Spaß gibt es auch im kleinen, aber nicht minder unterhaltsamen, online zu spielen. Kein Highscore, kein wirkliches Ende, im Vordergrund steht vor allem eins: zu unterhalten. Lachen. Spaß haben. Das wofür Spiele da sein sollten.15.2.06
Futter für den Browser
Für alle die, die es interessiert (und hier überhaupt mitlesen...) und damit wissen umzugehen: mein Blog verfügt jetzt auch über so ein RSS-Feed Dingens. Damit wenn ihr hier mal was passiert auch gleich darüber Bescheid wisst. Moderne Technik ist so toll!
13.2.06
Schokolade!!
Morgen ist der 14. Februar und wie der ein oder andere weiß, heißt dieser Tag bei vielen: Valentinstag. Und in Japan bedeutet das vor allem: Schokolade! Um noch genauer zu sein: Schokolade für die Jungs! In Japan ist es nämlich üblich, das am Valentinstag die Frauen den Männern Schokolade schenken. Wofür sich die Beschenkten dann einen Monat später am sogenannten "Weißen Tag" revanchieren dürfen. Aber ich will mal bei Schokolade bleiben.
Hierzulande kommt "gute" Schokolade, Schokoladenspezialitäten und Geschäfte die dieses führen in den letzten Jahren ja immer mehr in Mode. Allerdings ist man von den Ausmaßen, die das ganze in Japan angenommen hat, noch meilenweit entfernt. Wie man zum Beispiel an diesem Bericht über eine Schokoladentour durch Tokyo erahnen kann.
Um mal beim Thema "Essen" zu bleiben, wie bei uns sind im japanischen Fernsehen Sendungen über Essen und die Zubereitung des selbigen schwer in Mode, wie Kollege Flo in seinem Blog ja bereits feststellte. Meistens wird was feines gekocht, dann dürfen ein paar (meist prominente) Testesser probieren und gehen dann darin auf, wie lecker das doch alles sei. Vor kurzem habe ich bei D-Addicts allerdings eine Sendung entdeckt, die zeigt, dass es manchmal nicht wirklich lecker ist. In der Show "Ai no Apron" stellen sich jedes mal ein paar Mädels (Models, Idols, Sängerinnen und andere Sternchen) zum Kochen. Sie kriegen ein Gericht vorgegeben, dass sie kochen müssen und das wird dann anschließend von der Jury berurteilt. Häufig haben die Kandidatinnen vom Kochen allerdings keinen Schimmer. Was dann zu äußerst belustigenden Reaktionen bei den armen Jurymitgliedern führt. Auch wenn man kein Wort versteht, die Mimik sagt manchmal schon alles.
So, und jetzt hab ich selber Hunger und koch mir was feines...
Hierzulande kommt "gute" Schokolade, Schokoladenspezialitäten und Geschäfte die dieses führen in den letzten Jahren ja immer mehr in Mode. Allerdings ist man von den Ausmaßen, die das ganze in Japan angenommen hat, noch meilenweit entfernt. Wie man zum Beispiel an diesem Bericht über eine Schokoladentour durch Tokyo erahnen kann.
Um mal beim Thema "Essen" zu bleiben, wie bei uns sind im japanischen Fernsehen Sendungen über Essen und die Zubereitung des selbigen schwer in Mode, wie Kollege Flo in seinem Blog ja bereits feststellte. Meistens wird was feines gekocht, dann dürfen ein paar (meist prominente) Testesser probieren und gehen dann darin auf, wie lecker das doch alles sei. Vor kurzem habe ich bei D-Addicts allerdings eine Sendung entdeckt, die zeigt, dass es manchmal nicht wirklich lecker ist. In der Show "Ai no Apron" stellen sich jedes mal ein paar Mädels (Models, Idols, Sängerinnen und andere Sternchen) zum Kochen. Sie kriegen ein Gericht vorgegeben, dass sie kochen müssen und das wird dann anschließend von der Jury berurteilt. Häufig haben die Kandidatinnen vom Kochen allerdings keinen Schimmer. Was dann zu äußerst belustigenden Reaktionen bei den armen Jurymitgliedern führt. Auch wenn man kein Wort versteht, die Mimik sagt manchmal schon alles.
So, und jetzt hab ich selber Hunger und koch mir was feines...3.2.06
Mehr Bilder für alle!
Ich hab mir jetzt auch endlich mal die Mühe gemacht und habe mir bei flickr.com einen Account zugelegt und die ersten Bilder meiner Japanreise hochgeladen. Den Anfang machen ein paar Tokyoimpressionen, der Rest folgt.
Telefonneid
In letzter Zeit schaue ich mir ab und an die Schaufenster der hiesigen Mobiltelefonläden an, aus dem simplen Grund, dass es wohl bald wieder Zeit für ein neues wird. Was mir dabei auffiel: vom Design her sind die meisten Modelle hier ziemlich langweilig. Zumindest im Vergleich zu denen, die ich (Achtung, Überraschung...) aus Japan gesehen hab. Funktionalität mal dahin gestellt, aber aussehen tun die Dinger einfach großartig. Nachdem mich also zuletzt vor allem das Modell Neon (hier ein paar "echte" Bilder) aus der Frühlingskollektion des Anbieters au faszinierte, entdeckte ich heute (Jean Snow mal wieder sei es gedankt) das Media Skin Design Projekt von Tokujin Yoshioka.

Einfaches, klares Design. Das reicht mir schon. Bleibt nur die Hoffnung das vielleicht, eines fernen Tages, eines dieser Mobiltelefone den hiesigen Markt erreicht. Glauben tu ich das allerdings nicht.

Einfaches, klares Design. Das reicht mir schon. Bleibt nur die Hoffnung das vielleicht, eines fernen Tages, eines dieser Mobiltelefone den hiesigen Markt erreicht. Glauben tu ich das allerdings nicht.
15.1.06
Auf der Suche nach James Turrell
Während meines Besuchs im Chichu Museum auf Naoshima begeisterten mich vor allem die Installationen des amerikanischen Künstlers James Turrell, der vor allem mit Licht und Wahrnehmung arbeitet. Leider ist es nicht so einfach, hierzulande Arbeiten von Turrell zu finden. In der letzten Woche besuchte ich leider vergeblich das MMK in Frankfurt. Die geben zwar an James Turrell in ihrer Sammlung zu haben, aber leider war momentan die ständige Sammlung ersetzt durch eine Sonderausstellung. Um so überraschter war ich dann heute in der aktuellen Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über zwei von Turrells Arbeiten, die in der Schweiz zu sehen sind, zu finden.
Zum einen geht es um den neuen Bahnhof der Stadt Zug, der innen und außen durch Turrells Lichtinstallation in wechselnde Farben getaucht wird. Sieht ganz schick aus:

Das andere Werk ist der einzige sogenannte "Skyspace", der in Europa zu sehen ist. Für Hotel Castell errichtete Turrell im schweizerischen Zuoz einen Turm, den "Skyspace Piz Uter", der den Blick auf den Himmel lenkt. Im Chichu Museum und auch in Kanazawa habe ich in einem solchen Skyspace gesessen und war fasziniert von der einfachen, aber effektiven Verbindung zwischen Gebäude und dem Himmel. Wer mal in den Gegend ist: definitiv ansehen!
Zum einen geht es um den neuen Bahnhof der Stadt Zug, der innen und außen durch Turrells Lichtinstallation in wechselnde Farben getaucht wird. Sieht ganz schick aus:

Das andere Werk ist der einzige sogenannte "Skyspace", der in Europa zu sehen ist. Für Hotel Castell errichtete Turrell im schweizerischen Zuoz einen Turm, den "Skyspace Piz Uter", der den Blick auf den Himmel lenkt. Im Chichu Museum und auch in Kanazawa habe ich in einem solchen Skyspace gesessen und war fasziniert von der einfachen, aber effektiven Verbindung zwischen Gebäude und dem Himmel. Wer mal in den Gegend ist: definitiv ansehen!
Wirklich kein teurer Spaß
Eine der häufigsten Reaktionen auf meine Ankündigung, Urlaub in Japan zu machen war folgende Feststellung: "Aber Japan ist doch total teuer!". Klar, billig wie ein Urlaub in Spanien, Italien, Thailand oder so ist es sicherlich nicht. Aber auch in Japan ist es relativ problemlos möglich auch ohne große Ausgaben über die Runden zu kommen und dabei auch noch Spaß zu haben. Das PingMag-Onlinemagazin hat mal ein paar unterhaltsame Dinge zusammengestellt, die man in Tokyo machen kann und die keinen Cent (bzw. Yen) kosten. Und man sieht: es geht auch ohne Geld.
10.1.06
Wenn man nicht dort sein kann...
Beim Herumstöbern in diversen Blogs bin ich unter anderem auf den höchst interessanten Blog des in Tokyo lebenden Journalisten Jean Snow (bei der URL les ich immer 'Jeans Now'...) entdeckt. Tausend kleine Dinge über Design und Popkultur in allen Formen und Farben in Tokyo, leider etwas langsam die Seite, aber es gibt jede Menge interessanter Dinge zu entdecken, die Japan unter anderem für mich so interessant machen. Viel Spaß beim Entdecken!
7.1.06
Jeder 10-Jährige weiß das.
In der Wochenendbeilage der heutigen Süddeutschen Zeitung schreibt Juan Moreno in seiner Kolumne "Auf Weltreise" heute über Japan. Schon als 10-Jähriger hatte er den Wunsch Japaner zu werden, denn schließlich waren die Japaner, die er aus "Shogun" kannte verdammt coole Typen. Also wurde Japan sein Traumland. Und jetzt, wo er endlich da ist stellt er fest: Japan ist großartig!
"Die Gründe sind andere, aber die Erkenntnis bleibt. In welchem Land rennt einem der Kellner hinterher, um den Geldschein zurückzugeben, den man als Trinkgeld da gelassen hatte, und zwar weil er der freundlichste Kellner war, den man je getroffen hat? In welchem Land überlegt man, seine Kolumne auf der Hoteltoilette zu schreiben - einer Hoteltoilette mit beheizbarer Kloschüssel und einer Fernbedienung, mit der man die Temperatur, die Intensität und die Sprührichtung des Wasserstrahls steuern kann, der aus dem Toilettenrand kommt, und der einem auf die angenehmste aller Arten den Popo reinigt? In welchem Land gehen die Leute in eine Karokebar und singen sich die Seele aus dem Leib, um die Sorgen zu vergessen?
In Japan, im wunderbarsten Land der Welt.
Jeder 10-Jährige weiß das."
Und dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen. Denn ich weiß: die 10-Jährigen haben recht.
"Die Gründe sind andere, aber die Erkenntnis bleibt. In welchem Land rennt einem der Kellner hinterher, um den Geldschein zurückzugeben, den man als Trinkgeld da gelassen hatte, und zwar weil er der freundlichste Kellner war, den man je getroffen hat? In welchem Land überlegt man, seine Kolumne auf der Hoteltoilette zu schreiben - einer Hoteltoilette mit beheizbarer Kloschüssel und einer Fernbedienung, mit der man die Temperatur, die Intensität und die Sprührichtung des Wasserstrahls steuern kann, der aus dem Toilettenrand kommt, und der einem auf die angenehmste aller Arten den Popo reinigt? In welchem Land gehen die Leute in eine Karokebar und singen sich die Seele aus dem Leib, um die Sorgen zu vergessen?
In Japan, im wunderbarsten Land der Welt.
Jeder 10-Jährige weiß das."
Und dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen. Denn ich weiß: die 10-Jährigen haben recht.
25.12.05
Teilen macht Spaß
Endlich hab ich auch mal das Video zu "I My Me Mine" von den Polysics gefunden, das mich während meines Aufenthalts in Tokyo diverse Male zu unterhalten wusste. Praktischerweise findet sich auf dieser YouTube-Seite neben anderen Polysics-Videos noch jede Menge andere interessante Sachen. Das ganze ist wohl so etwas wie Flickr, nur für Videos. Da ist zwar auch tonnenweise uninteressantes dabei, aber ich war begeistert zum Beispiel Videos von Aiko, Ausschnitte japanischer Fernsehsendungen oder Werbungen zu finden. Schon wieder so eine Seite auf der man stundenlang Zeit verplempern kann...
4.12.05
ディマウス
Heute hab ich beim durchforsten der Mausseite (ursprünglich um das großartige Müllmännerlied nochmal zu hören) ein kleines Japanspecial gefunden. Da die Maus ja offizielle Botschafterin des Deutschlandjahrs in Japan ist, muss man auch im typischen Mausstil einige Dinge aus Japan erklären. Zum Beispiel der Besuch in der Schule, wie man Ramen&Co. isst und wie man so ein High-Tech-Klo bedient. Recht amüsant.
28.11.05
Gibt so viel zu hören...
Wenn eines schwierig zu kriegen ist, dann sind das MP3s von japanischen Independent-Musikern. Wie es der Zufall will, bin ich gerade auf die Seite von JapanFiles gestossen, wo man eben diese begehrten Dateien erwerben (und vorher natürlich probehören) kann. Ich muss mich mal durch die ganzen Künstler durchackern, für's erste reicht es mir aber schon mal, dass dort die großartigen Guitar Vader vertreten sind.
Little Trouble Girls
Im "21st Century Museum of Contemporary Art" in Kanazawa spielte ich ja mit dem Gedanken, mir ein T-Shirt zu kaufen. Nachdem ich damals ja erfolgreich gegen diesen Reiz gewonnen habe, wollte ich jetzt nochmal schauen, ob das T-Shirt nicht doch vielleicht im Internet zu kaufen ist. Immerhin konnte ich mich noch an den Titel des auf dem Shirt abgedruckten Motivs erinnern und so fand ich dann auch nach kurzer Zeit Google sei dank das folgende Bild:
Wie man unschwer erkennt, sieht man ein paar Schulmädchen, die sich selbst richten. Völlig überraschend heißt das Bild ja auch "Harakiri Schoolgirls" und der Künstler, der dieses Bild malte, heißt Aida Makoto. Das T-Shirt hab ich zwar nicht gefunden, aber jetzt will ich ein Poster von dem Bild (ein Glück, dass ich das auch nicht finde, ich wüßte ehrlich gesagt gar nicht, wohin damit...). Immerhin hab ich so meinen kulturellen Horizont erweitern können. Hat ja auch was.
Wie man unschwer erkennt, sieht man ein paar Schulmädchen, die sich selbst richten. Völlig überraschend heißt das Bild ja auch "Harakiri Schoolgirls" und der Künstler, der dieses Bild malte, heißt Aida Makoto. Das T-Shirt hab ich zwar nicht gefunden, aber jetzt will ich ein Poster von dem Bild (ein Glück, dass ich das auch nicht finde, ich wüßte ehrlich gesagt gar nicht, wohin damit...). Immerhin hab ich so meinen kulturellen Horizont erweitern können. Hat ja auch was.24.11.05
Miss you like crazy...
Also gut... der Jetlag ist endlich überwunden. Der Kühlschrank ist gefüllt. Die Wäsche ist gewaschen. Ich kenn die neuen Kollegen auf der Arbeit. Aber ich bin immer noch nicht wirklich hier. Regelmäßig plagt mich das Fernweh. Meine Träume haben noch immer Japan als Schauplatz. Und dann guck ich auch noch all die Dorama-Episoden, die ich verpaßt habe, auch nicht unbedingt förderlich. Dabei sind es oft nur Kleinigkeiten, die Erinnerungen wecken. Dinge die ich zum Beispiel vermisse...
... die Getränkeautomaten.
Das war schon sehr praktisch, an jeder Ecke ein Automat mit einer riesigen Auswahl an Getränken. Für faule Hunde wie mich ideal, mal vom Müllfaktor abgesehen.
... die Fahrradfahrer.
Herrje, was sind die Radfahrer hier gut erzogen! Fahren auf dem Fahrradweg und manche haben sogar funktionierendes Licht! Ich will wieder Kamikaze-Bürgersteigschreck-Radler! Und ich hab eine Seite gefunden, wo die Airwalk-Fahrräder zu sehen sind... will haben!
... das Fernsehen.
Auch wenn ich meistens nicht wirklich viel verstanden habe, diese ganzen Quizshows und so waren doch schon ziemlich unterhaltsam. Und dann ja noch Musikfernsehen mit Musik! Immerhin kann ich mir meine Serien auch außerhalb Japans angucken.
... das Essen.
Onigiri im Supermarkt! Pocky! Okonomiyaki und Takoyaki-Restaurants! Klar, kann ich auch alles hier haben, aber wie gesagt, bin ein fauler Hund.
Naja, muss ich jetzt halt sparen, sparen, sparen und dann geht's mal wieder rüber. Irgendwann...
... die Getränkeautomaten.
Das war schon sehr praktisch, an jeder Ecke ein Automat mit einer riesigen Auswahl an Getränken. Für faule Hunde wie mich ideal, mal vom Müllfaktor abgesehen.
... die Fahrradfahrer.
Herrje, was sind die Radfahrer hier gut erzogen! Fahren auf dem Fahrradweg und manche haben sogar funktionierendes Licht! Ich will wieder Kamikaze-Bürgersteigschreck-Radler! Und ich hab eine Seite gefunden, wo die Airwalk-Fahrräder zu sehen sind... will haben!
... das Fernsehen.
Auch wenn ich meistens nicht wirklich viel verstanden habe, diese ganzen Quizshows und so waren doch schon ziemlich unterhaltsam. Und dann ja noch Musikfernsehen mit Musik! Immerhin kann ich mir meine Serien auch außerhalb Japans angucken.
... das Essen.
Onigiri im Supermarkt! Pocky! Okonomiyaki und Takoyaki-Restaurants! Klar, kann ich auch alles hier haben, aber wie gesagt, bin ein fauler Hund.
Naja, muss ich jetzt halt sparen, sparen, sparen und dann geht's mal wieder rüber. Irgendwann...
21.11.05
Wieder daheim
Ja, so schnell geht das, 3 Wochen sind schon vorbei und ich sitze seit ein paar Tagen wieder zu Hause. Aber wirklich hier bin ich noch nicht. Irgendwie fühlt man sich nach dieser ja nur relativ langen Zeit doch ein wenig fremd und muss sich wieder einleben. Außerdem hat mich der Jetlag dieses Mal doch ordentlich erwischt. Allerdings wurde das auch erst nach 2 Tagen richtig übel, gestern sass ich um 16 Uhr auf der Arbeit und wär da fast eingepennt. Furchtbar.
Was ich auch feststellen durfte: nach 3 Wochen in einigermassen beengten Verhältnissen, kam mir mein eigenes Zimmer riesengroß vor. Ein Palastsaal! Gleiches galt auch für's Bad, wahnsinn, diese Platzverschwendung!
Aber noch ein paar Worte zu meinen letzten Tagen in Japan. Zuerst hieß es ja wieder von Kanazawa zurück nach Tokyo. Ich hatte mich ja schon darauf eingerichtet mit irgendeinem Regionalexpress bis zu 6 Stunden durch die Gegend zu zuckeln. Aber der Mann am Ticketschalter hat dann doch eine angenehmere Verbindung herausgesucht, dass ich also nach knapp 4 Stunden wieder am Tokyoter Hauptbahnhof stand. Die erste Schwierigkeit: ein Schließfach finden. Die an den "offensichtlichen" Stellen waren schon belegt, insbesondere die für großes Gepäck. Naja, kein Wunder, war ja schon nach Mittag. Nach einiger Suche hab ich dann doch noch was gefunden, zwar nur die mittlere Größe, aber mit einer Portion Gewalt hab ich da dann auch all mein Gepäck reinbekommen.
Da ich erst gegen 16 Uhr mit Mariko verabredet war gab es also noch reichlich Zeit für weiteres Sightseeing. Zuerst bin ich zur Touristeninformation gelaufen, die allerdings weiss Gott nicht einfach zu finden ist (als ich meinen Weg dahin gefunden hatte, gab mir die Dame am Schalter noch einen kurzen Umfragebogen "Wie haben sie ihren Weg hierher gefunden?", der an die Regierung weitergegeben wird, zwecks besserer Postionierung). Dann hab ich mal kurz in Ginza reingeguckt. Das war früher "die" Einkaufsmeile sozusagen, bekam aber mittlerweile von Harajuku und anderen Stadtteilen den Rang an "Wichtigkeit" abgelaufen. Immerhin hab ich mir da mal das Sony-Building angesehen, in dem interessierten Besuchern die neuesten Entwicklungen aus dem Hause Sony präsentiert wurden. Ganz schick, aber es gab nichts, was mich jetzt total aus den Socken gehauen hätte.
Die Zeit wurde dann doch schon etwas knapp, also machte ich mich auf Richtung Asakusa, ich musste ja noch Souvenirs kaufen. Dort angekommen also noch mal kurz die Souvenirbudenmeile abgeklappert, Fächer, Windspiele und anderen Tinnef gekauft und dann aber auch schnell wieder raus da. Ich bin noch etwas in der Gegend rumgelaufen, weil ich noch etwas Hunger hatte und noch einen Laden suchen wollte, wo ich entweder Takoyaki (die Oktopusbällchen) oder Okonomiyaki (die Pfannkuchen/Pizza-Dinger) essen könnte. Kurz bevor ich aufgeben wollte fand ich dann noch einen Takoyakistand. Also ne Portion gekauft, an den Fluß gesetzt und gefuttert. Die die ich damals im Restaurant "selbstgemacht" habe, waren aber besser...
Es war dann auch schon an der Zeit zum Bahnhof zurückzukehren um Mariko zu treffen. Mit der zusammen bin ich dann zu ihr nach Hause, wo auch schon ein heißes Bad wartete. Sowas von entspannend... nuja, was die Familie dann wieder zum Abendessen aufgefahren hatte, war dann wirklich vom feinsten. Jede Menge Sashimi (also roher Fisch), wobei ich bei manchen Sachen gar nicht so genau wußte was es ist, frittiertes allerlei (u.a. auch Austern, so bin ich also auch mal zu dem Genuß gekommen), Nudelsüppchen, Gemüse usw. Und dazu Bier und Whisky.
Natürlich wurden dann noch erstmal meine Fotos von meiner Rundreise gezeigt und dann auch noch welche gemacht. Zum Beispiel hier die beiden Schwestern, Mariko (li.) und Saori (re.):
Und hier ich im Kreise von Mama und Papa:
Ein großes Dankeschön für diese Gastfreundschaft! Danach wollte ich eigentlich, zwecks Zeitumstellungsvorbereitung so lang es geht wachbleiben, aber nach so einem langen Tag ging das einfach nicht. Und am nächsten Morgen hieß es um halb 6 ja auch wieder aufstehen...
Mariko war dann noch so nett mich zum Flughafen zu begleiten. Dort lief dann auch alles ziemlich glatt, ab in den Flieger (Mittelplatz... juhu...) und dann bloß schnell heim. Aber wie das immer so ist bei Heimfahrten, die Zeit zieht und zieht sich. Im Flugzeug konnte ich auch nicht wirklich schlafen, die Filme waren auch nicht so der Bringer und die Zeitung war nach ein paar Stündchen auch schon durchgeackert. In Frankfurt angekommen durfte ich dann feststellen, dass mein Gepäck netterweise mit meinem Anschlußzug nach Köln mitgeliefert wird. Was dann hieß, dass ich ich mit bis Köln fahren musste und nicht einfach in Siegburg aus dem Zug springen konnte. Also noch mehr Zeit unterwegs.
Endlich wieder zu Hause angekommen war dann auch keine Zeit für Jetlag, raus in die Stadt, Party machen. Tja, aber jetzt ist er auch da, der Jetlag. Vielleicht sollte ich jetzt noch mal wirklich schlafen gehen. Vielleicht hilfts. Hoffentlich.
Was ich auch feststellen durfte: nach 3 Wochen in einigermassen beengten Verhältnissen, kam mir mein eigenes Zimmer riesengroß vor. Ein Palastsaal! Gleiches galt auch für's Bad, wahnsinn, diese Platzverschwendung!
Aber noch ein paar Worte zu meinen letzten Tagen in Japan. Zuerst hieß es ja wieder von Kanazawa zurück nach Tokyo. Ich hatte mich ja schon darauf eingerichtet mit irgendeinem Regionalexpress bis zu 6 Stunden durch die Gegend zu zuckeln. Aber der Mann am Ticketschalter hat dann doch eine angenehmere Verbindung herausgesucht, dass ich also nach knapp 4 Stunden wieder am Tokyoter Hauptbahnhof stand. Die erste Schwierigkeit: ein Schließfach finden. Die an den "offensichtlichen" Stellen waren schon belegt, insbesondere die für großes Gepäck. Naja, kein Wunder, war ja schon nach Mittag. Nach einiger Suche hab ich dann doch noch was gefunden, zwar nur die mittlere Größe, aber mit einer Portion Gewalt hab ich da dann auch all mein Gepäck reinbekommen.
Da ich erst gegen 16 Uhr mit Mariko verabredet war gab es also noch reichlich Zeit für weiteres Sightseeing. Zuerst bin ich zur Touristeninformation gelaufen, die allerdings weiss Gott nicht einfach zu finden ist (als ich meinen Weg dahin gefunden hatte, gab mir die Dame am Schalter noch einen kurzen Umfragebogen "Wie haben sie ihren Weg hierher gefunden?", der an die Regierung weitergegeben wird, zwecks besserer Postionierung). Dann hab ich mal kurz in Ginza reingeguckt. Das war früher "die" Einkaufsmeile sozusagen, bekam aber mittlerweile von Harajuku und anderen Stadtteilen den Rang an "Wichtigkeit" abgelaufen. Immerhin hab ich mir da mal das Sony-Building angesehen, in dem interessierten Besuchern die neuesten Entwicklungen aus dem Hause Sony präsentiert wurden. Ganz schick, aber es gab nichts, was mich jetzt total aus den Socken gehauen hätte.
Die Zeit wurde dann doch schon etwas knapp, also machte ich mich auf Richtung Asakusa, ich musste ja noch Souvenirs kaufen. Dort angekommen also noch mal kurz die Souvenirbudenmeile abgeklappert, Fächer, Windspiele und anderen Tinnef gekauft und dann aber auch schnell wieder raus da. Ich bin noch etwas in der Gegend rumgelaufen, weil ich noch etwas Hunger hatte und noch einen Laden suchen wollte, wo ich entweder Takoyaki (die Oktopusbällchen) oder Okonomiyaki (die Pfannkuchen/Pizza-Dinger) essen könnte. Kurz bevor ich aufgeben wollte fand ich dann noch einen Takoyakistand. Also ne Portion gekauft, an den Fluß gesetzt und gefuttert. Die die ich damals im Restaurant "selbstgemacht" habe, waren aber besser...
Es war dann auch schon an der Zeit zum Bahnhof zurückzukehren um Mariko zu treffen. Mit der zusammen bin ich dann zu ihr nach Hause, wo auch schon ein heißes Bad wartete. Sowas von entspannend... nuja, was die Familie dann wieder zum Abendessen aufgefahren hatte, war dann wirklich vom feinsten. Jede Menge Sashimi (also roher Fisch), wobei ich bei manchen Sachen gar nicht so genau wußte was es ist, frittiertes allerlei (u.a. auch Austern, so bin ich also auch mal zu dem Genuß gekommen), Nudelsüppchen, Gemüse usw. Und dazu Bier und Whisky.
Natürlich wurden dann noch erstmal meine Fotos von meiner Rundreise gezeigt und dann auch noch welche gemacht. Zum Beispiel hier die beiden Schwestern, Mariko (li.) und Saori (re.):
Und hier ich im Kreise von Mama und Papa:
Ein großes Dankeschön für diese Gastfreundschaft! Danach wollte ich eigentlich, zwecks Zeitumstellungsvorbereitung so lang es geht wachbleiben, aber nach so einem langen Tag ging das einfach nicht. Und am nächsten Morgen hieß es um halb 6 ja auch wieder aufstehen...Mariko war dann noch so nett mich zum Flughafen zu begleiten. Dort lief dann auch alles ziemlich glatt, ab in den Flieger (Mittelplatz... juhu...) und dann bloß schnell heim. Aber wie das immer so ist bei Heimfahrten, die Zeit zieht und zieht sich. Im Flugzeug konnte ich auch nicht wirklich schlafen, die Filme waren auch nicht so der Bringer und die Zeitung war nach ein paar Stündchen auch schon durchgeackert. In Frankfurt angekommen durfte ich dann feststellen, dass mein Gepäck netterweise mit meinem Anschlußzug nach Köln mitgeliefert wird. Was dann hieß, dass ich ich mit bis Köln fahren musste und nicht einfach in Siegburg aus dem Zug springen konnte. Also noch mehr Zeit unterwegs.
Endlich wieder zu Hause angekommen war dann auch keine Zeit für Jetlag, raus in die Stadt, Party machen. Tja, aber jetzt ist er auch da, der Jetlag. Vielleicht sollte ich jetzt noch mal wirklich schlafen gehen. Vielleicht hilfts. Hoffentlich.
17.11.05
Soweit die Beine tragen
Ächz, meine Beine. Heute war ich mal wieder gute 8 Stunden auf den Beinen. Heute morgen um halb sieben aufgewacht, um nu ja rechtzeitig am Kenroku-en zu sein. Eigentlich hatte ich im Kopf, das der schon um 7 Uhr aufmacht und war schon ein bißchen sauer, dass ich nicht so ganz aus den Puschen kam und dann beim Weg noch etwas länger brauchte. Aber als ich dann um 8 Uhr endlich da war, stellte sich heraus, dass der ab Oktober eh erst ab 8 Uhr öffnet. Sehr gut! Noch besser war allerdings, dass heute das Wetter in Topform war, nachdem es ja gestern trübe und regnerisch war. Heute gab's einen schönen Herbsttag, ziemlich kalt zwar, aber überwiegend sonnig.
Im Garten war also noch wenig los, man hatte genug Ruhe sich alles mal anzuschauen und Bilder zu machen. Dafür gibt es dort auch mehr als genügend Gelegenheiten. Viele der Bäume werden derzeit winterfest gemacht, das bedeutet vor allem, dass man über den Bäumen zum Schutz vor den Schneemassen Seile spannt. Gar nicht dumm, aber ohne diese Seilweihnachtsbäume hätte es mir sicher besser gefallen. Sowieso wäre es sehr interessant, diesen Garten mal während einer anderen Jahreszeit zu sehen, vor allem im Frühjahr.
Nach einer Stunde flanieren im Garten hatte ich genug Fotos wie das...

oder das...
oder das...
gemacht. Bei letzterem handelt es sich übrigens um Japans ältesten Brunnen, der durch den Wasserdruck der höher liegenden Teiche betrieben wird. Ich bin dann in Richtung Burg Kanazawa-jo, die gegenüber vom Kenroku-en liegt. Auf dem Weg aus dem Garten kamen mir auch Horden von Japanern entgegen, angeführt von den mit einem Megaphon bewaffneten Reiseleiterinnen, die die Reisegruppen im Eiltempo durch alle Sehenswürdigkeiten treiben. Da war ich doch mal wieder froh, rechtzeitig da gewesen zu sein.
Eines der Hauptgebäude innerhalb Kanazawa-jo wurde 2001 aufwändig rekonstruiert. Das Gebäude ist eine der größten Holzkonstruktionen Japans und bei der Sanierung wurde größtenteils nach Plänen und Methoden der Edo-Zeit (1600-1868) gearbeitet. Da natürlich auf heutige Sicherheitsstandards geachtet werden musste, wurden zusätzlich aber auch Dinge wie eine Sprinkleranlage installiert. In einem Holzgebäude sicherlich nicht das verkehrteste. Unter anderem kann man im inneren ein 1/10-Model das Skelett der Holzkonstruktion eines Teils des Gebäudes sehen. Wenn man sich dann noch die verwendeten Techniken zur Verbindung der einzelnen Bauteile ansieht, kann man sich vorstellen, dass die Sanierung eine Heidenarbeit war.

Mittlerweile war es auch schon 10 Uhr durch und das "Kanazawa 21st Century Museum of Contemporary Art" hatte geöffnet. Vom architektonischen Standpunkt kommt das Museum zwar recht modern her, ich fand es aber nicht annähernd so beeindruckend wie die Museen auf Naoshima. Was den Inhalt angeht, hat auch das K21 (ist was kürzer als der volle Name...) auch so einiges zu bieten. In den verschiedenen Gallerien des Gebäudes wurde je ein Künstler vorgestellt. Dabei gab es von Tonskulpturen, Stickereien und Videoinstallationen unter anderem auch die Werke eines Künstlers zu sehen (hab den Infozettel zur Ausstellung schon weggepackt und bin zu faul den jetzt rauszuholen), der mit Stahl und dessen Schwingung experimentiert. Dazu verteilt er auf einer Stahlplatte feinen Staub (Mehl, Magnesium oder was weiss ich) und bringt die Stahlplatte dann an einer Ecke in Schwingung. Durch die Vibration sammelt sich der Staub in einem bestimmten Muster an, je nachdem an welcher Ecke man die Stahlplatte in Schwingung bringt ändert sich auch das Muster.
Im Zentrum der derzeitigen Ausstellung stand die künstlerische Umsetzung der japanischen Teezeremonie. Dabei wurde man einen Pfad entlang geführt, an dem jeder Schritt der Zeremonie ausführlich erklärt wurde und von einem bestimmten Kunstwerk begleitet wurde. Sehr interessante Sachen gab es da zu sehen, zum Beispiel Ledersofas in Form eines flachen Kieselsteins (sozusagen die Luxusausgabe des guten alten Sitzsackes) oder eine Art Wassertropfenkugelbahn.
Im öffentlichen Bereich des Museums gab es dann noch 3 Installationen, die mit der Wahrnehmung spielen. Wie gesagt auch wieder eine Installation von James Turell. Leider war das nicht so beeindruckend wie im Chichu Museum, weil der Rand der Deckenöffnung stark verschmutzt war. Schade.
Im Museumsshop hätte ich am Ende fast noch ein T-Shirt gekauft, aber ich bin dann noch zur Besinnung gekommen und hab es bei einem kleinen Mitbringsel belassen. Ich brauch ja noch was Geld um morgen in Asakusa die Standardsouveniers (Fächer, Stäbchen und so'ne Sachen) zu kaufen.
13 Uhr war es mittlerweile und ich hatte schon alles gesehen, was ich in Kanazawa eigentlich alles sehen wollte. Also bin ich einfach ins Blaue in die Stadt spaziert. Dabei bin ich unter anderem im Samuraihausviertel vorbeigekommen. Wenn man sich die modernen Dinge wie Antennen, Autos und elektrisches Licht wegdenkt, kann man sich schon ganz gut vorstellen, wie es dort vor ein paar hundert Jahren möglicherweise ausgesehen hat.
Irgendwann trieb mich der Hunger dann noch in ein total typisches Restaurant... McDonalds! Das Essen heißt ja schließlich weltweit gleich und schmeckt auch überall gleich und einmal musste ich es halt mal machen. Dort hab ich dann einen frankokanadischen Computeringenieur getroffen, der nach Japan gekommen ist um hier Japanisch zu lernen - in 6 Monaten! Pff, na dann viel Erfolg.
Auf dem Heimweg fand ich dann noch meinen Weg in den örtlichen Markt. Viel Obst und Gemüse aber vor allem: Fisch! Fisch! Und: Krebse! Ich schätze mal, man kriegt dort so ziemlich alles, was so im Meer herumschwimmt. Sehr interessant. Ich hätte bei 98% der Sachen allerdings auch keinen Schimmer, was ich damit machen soll. Wäre mal ein Anreiz sich damit näher zu beschäftigen.
Wieder im Ryokan angekommen, musste ich mich erstmal setzen, mir schmerzten die Beine doch recht erheblich. Zum Glück wurde auch kurze Zeit später der Tee ins Zimmer gebracht. Sehr angenehm. Jetzt werd ich erstmal Abendessen, versuchen mich schon mal auf Mitteleuropäische Winterzeit einzustellen und dann geht's morgen wieder zurück nach Tokyo. Und dann wieder heim...
Im Garten war also noch wenig los, man hatte genug Ruhe sich alles mal anzuschauen und Bilder zu machen. Dafür gibt es dort auch mehr als genügend Gelegenheiten. Viele der Bäume werden derzeit winterfest gemacht, das bedeutet vor allem, dass man über den Bäumen zum Schutz vor den Schneemassen Seile spannt. Gar nicht dumm, aber ohne diese Seilweihnachtsbäume hätte es mir sicher besser gefallen. Sowieso wäre es sehr interessant, diesen Garten mal während einer anderen Jahreszeit zu sehen, vor allem im Frühjahr.
Nach einer Stunde flanieren im Garten hatte ich genug Fotos wie das...

oder das...
oder das...
gemacht. Bei letzterem handelt es sich übrigens um Japans ältesten Brunnen, der durch den Wasserdruck der höher liegenden Teiche betrieben wird. Ich bin dann in Richtung Burg Kanazawa-jo, die gegenüber vom Kenroku-en liegt. Auf dem Weg aus dem Garten kamen mir auch Horden von Japanern entgegen, angeführt von den mit einem Megaphon bewaffneten Reiseleiterinnen, die die Reisegruppen im Eiltempo durch alle Sehenswürdigkeiten treiben. Da war ich doch mal wieder froh, rechtzeitig da gewesen zu sein.Eines der Hauptgebäude innerhalb Kanazawa-jo wurde 2001 aufwändig rekonstruiert. Das Gebäude ist eine der größten Holzkonstruktionen Japans und bei der Sanierung wurde größtenteils nach Plänen und Methoden der Edo-Zeit (1600-1868) gearbeitet. Da natürlich auf heutige Sicherheitsstandards geachtet werden musste, wurden zusätzlich aber auch Dinge wie eine Sprinkleranlage installiert. In einem Holzgebäude sicherlich nicht das verkehrteste. Unter anderem kann man im inneren ein 1/10-Model das Skelett der Holzkonstruktion eines Teils des Gebäudes sehen. Wenn man sich dann noch die verwendeten Techniken zur Verbindung der einzelnen Bauteile ansieht, kann man sich vorstellen, dass die Sanierung eine Heidenarbeit war.

Mittlerweile war es auch schon 10 Uhr durch und das "Kanazawa 21st Century Museum of Contemporary Art" hatte geöffnet. Vom architektonischen Standpunkt kommt das Museum zwar recht modern her, ich fand es aber nicht annähernd so beeindruckend wie die Museen auf Naoshima. Was den Inhalt angeht, hat auch das K21 (ist was kürzer als der volle Name...) auch so einiges zu bieten. In den verschiedenen Gallerien des Gebäudes wurde je ein Künstler vorgestellt. Dabei gab es von Tonskulpturen, Stickereien und Videoinstallationen unter anderem auch die Werke eines Künstlers zu sehen (hab den Infozettel zur Ausstellung schon weggepackt und bin zu faul den jetzt rauszuholen), der mit Stahl und dessen Schwingung experimentiert. Dazu verteilt er auf einer Stahlplatte feinen Staub (Mehl, Magnesium oder was weiss ich) und bringt die Stahlplatte dann an einer Ecke in Schwingung. Durch die Vibration sammelt sich der Staub in einem bestimmten Muster an, je nachdem an welcher Ecke man die Stahlplatte in Schwingung bringt ändert sich auch das Muster.
Im Zentrum der derzeitigen Ausstellung stand die künstlerische Umsetzung der japanischen Teezeremonie. Dabei wurde man einen Pfad entlang geführt, an dem jeder Schritt der Zeremonie ausführlich erklärt wurde und von einem bestimmten Kunstwerk begleitet wurde. Sehr interessante Sachen gab es da zu sehen, zum Beispiel Ledersofas in Form eines flachen Kieselsteins (sozusagen die Luxusausgabe des guten alten Sitzsackes) oder eine Art Wassertropfenkugelbahn.
Im öffentlichen Bereich des Museums gab es dann noch 3 Installationen, die mit der Wahrnehmung spielen. Wie gesagt auch wieder eine Installation von James Turell. Leider war das nicht so beeindruckend wie im Chichu Museum, weil der Rand der Deckenöffnung stark verschmutzt war. Schade.
Im Museumsshop hätte ich am Ende fast noch ein T-Shirt gekauft, aber ich bin dann noch zur Besinnung gekommen und hab es bei einem kleinen Mitbringsel belassen. Ich brauch ja noch was Geld um morgen in Asakusa die Standardsouveniers (Fächer, Stäbchen und so'ne Sachen) zu kaufen.
13 Uhr war es mittlerweile und ich hatte schon alles gesehen, was ich in Kanazawa eigentlich alles sehen wollte. Also bin ich einfach ins Blaue in die Stadt spaziert. Dabei bin ich unter anderem im Samuraihausviertel vorbeigekommen. Wenn man sich die modernen Dinge wie Antennen, Autos und elektrisches Licht wegdenkt, kann man sich schon ganz gut vorstellen, wie es dort vor ein paar hundert Jahren möglicherweise ausgesehen hat.
Irgendwann trieb mich der Hunger dann noch in ein total typisches Restaurant... McDonalds! Das Essen heißt ja schließlich weltweit gleich und schmeckt auch überall gleich und einmal musste ich es halt mal machen. Dort hab ich dann einen frankokanadischen Computeringenieur getroffen, der nach Japan gekommen ist um hier Japanisch zu lernen - in 6 Monaten! Pff, na dann viel Erfolg.Auf dem Heimweg fand ich dann noch meinen Weg in den örtlichen Markt. Viel Obst und Gemüse aber vor allem: Fisch! Fisch! Und: Krebse! Ich schätze mal, man kriegt dort so ziemlich alles, was so im Meer herumschwimmt. Sehr interessant. Ich hätte bei 98% der Sachen allerdings auch keinen Schimmer, was ich damit machen soll. Wäre mal ein Anreiz sich damit näher zu beschäftigen.
Wieder im Ryokan angekommen, musste ich mich erstmal setzen, mir schmerzten die Beine doch recht erheblich. Zum Glück wurde auch kurze Zeit später der Tee ins Zimmer gebracht. Sehr angenehm. Jetzt werd ich erstmal Abendessen, versuchen mich schon mal auf Mitteleuropäische Winterzeit einzustellen und dann geht's morgen wieder zurück nach Tokyo. Und dann wieder heim...
16.11.05
Endspurt
Kanazawa, die letzte Etappe. Ich bin wieder in einem Ryokan, das heißt wieder einmal ein traditionelles Tatamizimmer. Die übliche Ausstattung, Futon, ein Tisch, Fernseher, Telefon. Internet gibt's glaub ich auch, aber ich befürchte, die Reichweite des WLAN-Signals ist nicht stark genug. Aber da mach ich mir jetzt nicht auch noch groß Stress wegen. Ich bin um 14 Uhr in Kanazawa angekommen und hab die Unterkunft auch direkt gefunden. Leider gab mir der Herr am Empfang zu verstehen, dass der Check-in erst um 16 Uhr möglich ist. Also musste ich 2 Stunden rumkriegen. Logisch, erst mal die Umgebung erkunden. Leider ist es hier doch sehr herbstlich, ziemlich kühl und verregnet. Ich hoffe das wird morgen was besser, schließlich will ich mir einen Garten ansehen. So viel gab es in der näheren Umgebung allerdings nicht zu sehen. Am Eingang zum Bahnhof steht ein ziemlich beeindruckendes Holztor...
und eine Digitaluhr, der Anzeige sich aus kleinen Wasserfontänen zusammensetzt. Sehr witzig!
Was ich dann fand, war ein Gebraucht-buch/-CD/-DVD-Laden. Da mein Japanisch zum lesen eines Buches noch nicht ausreicht und die DVDs auch fast immer ohne englische Untertitel ausgestattet sind beschränkte sich meine Auswahl auf CDs. Und wie sollte es auch sein, ich bin wieder mit 3 neuen "alten" CDs aus dem Laden gegangen. Diesmal tatsächlich auch nur von japanischen Künstlern, aus der Ecke J-Pop, zwei CDs von Puffy (haben nix mit dem Rapper zu tun) für je 300 Yen und eine CD von Aiko für 1600 Yen. Angesichts der Tatsache, dass ich für die CDs neu mal so jeweils rund 3000 Yen hätte hinlegen dürfen also ein feines Schnäppchen. Etwas unheimlich war die Kassiererin, die alles irgendwie ganz genau machte und jede ihre Äußerung mit einer Geste unterstrich. Zuerst hab ich nicht ganz verstanden, was sie wollte, bis ich merkte, dass ich u.a. statt einer 100 Yen eine 50 Yen Münze hingelegt habe. Nun ja, japanische Kassierer machen aus jedem Einkauf eine besondere Zeremonie, bei der jungen Dame war das irgendwie noch besonderererer...
Es blieb noch Zeit um sich im Supermarkt ein Abendessen auszusuchen, das einem freundlicherweise auch gleich in der Mikrowelle warmgemacht wird. Service wo man hinguckt. Schließlich durfte ich dann auch im Ryokan einchecken, bekam von der Dame des Hauses das Bett gemacht (das kann ich mittlerweile auch selber, aber naja, ich will hier keinen davon abhalten zu helfen) und später noch was Tee gebracht, für eine kleine Runde Tee. Jetzt bin ich satt und müde und das ist auch gut so, denn schließlich will ich morgen wieder früh raus, um gleich als erstes in einen von Japans schönsten Gärten, den Kenroku-en, anzusehen und dann noch ins Museum für Moderne Kunst, welches auch sehr vielversprechend aussieht. Die haben da wohl auch eine Installation von James Turell, der mich ja schon im Chichu Museum schwer beeindruckt hat. Ich bin sehr gespannt.
und eine Digitaluhr, der Anzeige sich aus kleinen Wasserfontänen zusammensetzt. Sehr witzig!
Was ich dann fand, war ein Gebraucht-buch/-CD/-DVD-Laden. Da mein Japanisch zum lesen eines Buches noch nicht ausreicht und die DVDs auch fast immer ohne englische Untertitel ausgestattet sind beschränkte sich meine Auswahl auf CDs. Und wie sollte es auch sein, ich bin wieder mit 3 neuen "alten" CDs aus dem Laden gegangen. Diesmal tatsächlich auch nur von japanischen Künstlern, aus der Ecke J-Pop, zwei CDs von Puffy (haben nix mit dem Rapper zu tun) für je 300 Yen und eine CD von Aiko für 1600 Yen. Angesichts der Tatsache, dass ich für die CDs neu mal so jeweils rund 3000 Yen hätte hinlegen dürfen also ein feines Schnäppchen. Etwas unheimlich war die Kassiererin, die alles irgendwie ganz genau machte und jede ihre Äußerung mit einer Geste unterstrich. Zuerst hab ich nicht ganz verstanden, was sie wollte, bis ich merkte, dass ich u.a. statt einer 100 Yen eine 50 Yen Münze hingelegt habe. Nun ja, japanische Kassierer machen aus jedem Einkauf eine besondere Zeremonie, bei der jungen Dame war das irgendwie noch besonderererer...Es blieb noch Zeit um sich im Supermarkt ein Abendessen auszusuchen, das einem freundlicherweise auch gleich in der Mikrowelle warmgemacht wird. Service wo man hinguckt. Schließlich durfte ich dann auch im Ryokan einchecken, bekam von der Dame des Hauses das Bett gemacht (das kann ich mittlerweile auch selber, aber naja, ich will hier keinen davon abhalten zu helfen) und später noch was Tee gebracht, für eine kleine Runde Tee. Jetzt bin ich satt und müde und das ist auch gut so, denn schließlich will ich morgen wieder früh raus, um gleich als erstes in einen von Japans schönsten Gärten, den Kenroku-en, anzusehen und dann noch ins Museum für Moderne Kunst, welches auch sehr vielversprechend aussieht. Die haben da wohl auch eine Installation von James Turell, der mich ja schon im Chichu Museum schwer beeindruckt hat. Ich bin sehr gespannt.
Und wir faaaahrn...
Ich sitze grad im Thunderbird (bzw. wie man es auf japanisch schreibt: Sandaabiido), kurz vor Kyoto, auf dem Weg zu meinem letzten Aufenthalt vor meiner Rückkehr, Kanazawa. Ich hatte schon schlimmeres befürchtet, bezüglich Zugverbindung, diverse Male umsteigen und solche Dinge, aber das klappt völlig unproblematisch, zweimal umsteigen, mit insgesamt nicht mal einer halben Stunde Aufenthalt. Insgesamt bin ich knapp 5 Stunden unterwegs, aber da ich gerne Zug fahre und es draußen eh genug zu sehen gibt, gar kein Problem.
Kurze Abhandlung zum japanischen Zugsystem:
Mittlerweile kann ich mir auch schon denken, warum die japanischen Züge in den meisten Fällen pünktlich. Zum einen sind die Fahrpläne vermutlich großzügig gestaltet, so daß der Zug auch mal langsamere Etappen fahren kann und noch immer pünktlich ankommen. Dann ist der Einstiegsvorgang so gut durchgeplant, das ein reibungsloser Ablauf immer gewährleistet ist. An den Bahnsteigen ist für jeden Zug angezeigt, an welcher Stelle welcher Wagen hält. Und wenn das da steht, dann hält der Zug auch haargenau da. Wenn man also seine Reservierung für Wagen Nr. 5 hat, dann stellt man sich an die entsprechende Stelle (gegebenenfalls in die dort schon stehende Warteschlange) und sobald der Zug dann da ist, hopp, rein und fertig ist. Ich glaube, Züge halten selten länger als eine Minute. Außer vielleicht, wenn sie zu früh am Bahnhof angekommen sind.
Dann ist natürlich auch noch von Vorteil, dass die Shinkansen-Schnellzüge auf eigenen Gleisen fahren. Das heißt, kein Regionalzug muss mal eben anhalten, damit ein Fernzug vorbeikommt oder ähnlicher Quatsch. Tatsächlich habe ich es in den knapp drei Wochen, die ich jetzt hier bin nur ein einziges Mal erlebt, dass ein Zug zu spät kam und da war es auch tatsächlich nur eine Minute. Also, liebe Bahn daheim, versucht das mal nachzumachen...
Die Japaner auf dem Fahrrad
Ich weiss nicht ob ich es schon mal erwähnte, aber die Japaner hocken in 99% aller Fälle auf dem Fahrrad wie der sprichwörtliche Affe auf dem Schleifstein. Jeder stellt seinen Sattel auf die tiefste Einstellung, egal ob es sich um Leute handelt, die so groß wie ich sind oder um Menschen die nur halb so groß wie ich sind, wo das ja noch Sinn macht. Das sieht sehr oft ziemlich albern aus, zum Vergleich denkt mal an Typen auf nem BMX-Rad. Nur das die hier meistens auf stinknormalen Damenrädern sitzen.
Dann kümmern sich die Japaner auf dem Rad einen feuchten Kehrricht darum, ob der Fußweg auf für Radfahrer oder nicht. Da wird ohne Gnade drauflos gefahren, da gibt es noch Kamikaze in Reinform. Die japanischen Räder haben meistens auch keine Rücktrittbremse, was bedeutet, dass wenn man mal abbremsen muss die Handbremse gebraucht wird. Die ist nur häufig nicht im besten Zustand, mit dem Ergebnis, dass beim Bremsen ein extrem schrilles Quietschen entsteht. Das durfte ich gestern wieder in den Einkaufsarkarden (sozusagen eine überdachte Fußgängerzone) von Takamatsu feststellen, wo ich mir fast einen Hörsturz abgeholt habe.
Aber wie bereits schon einmal erwähnt, dafür haben die Japaner eine große Auswahl an sehr coolen Klapprädern. Wie Mobiltelefone sind Klappräder in allen möglichen Designs verfügbar, egal welche Farbe, oder auch im Camouflagelook. Ich hätte am liebsten eines mitgenommen, aber vermutlich gäbe das beim Check-in Probleme.
Das japanische Mobiltelefon
Wo wir grad beim Thema sind, Mobiltelefone gibt es in Myriaden verschiedener Designs. Die vorherrschende Form ist dabei das Klapphandy, die Muschelform. Hier herrscht also nicht der Wettbewerb, wer denn jetzt das kleinste Handy hat, statt dessen liegt besonders viel Wert auf individuelle Gestaltung. Zur eigentlichen Gestaltung der Mobiltelefone spielen dabei vor allem diverse Anhänger eine große Rolle. Kleine Figürchen, Tragebänder oder Talismane baumeln also an so ziemlich jedem Handy. Und bei einigen scheint zu gelten: je mehr desto besser. Übrigens war ich während meiner Sightseeingtouren so ziemlich der einzige, der mit eine Digitalkamera Fotos gemacht hat, die Japaner nutzen fast ausschließlich ihre Mobiltelefone für diese Zwecke. Was ja auch nicht unbedingt verwunderlich, schließlich sind japanische Modelle den unseren ja mindestens eine Generation voraus und locker so leistungsstark wie meine (allerdings auch schon etwas betagte) Digitalkamera.
In Zügen, Bussen und Bahnen wird man übrigens auch immer dazu aufgefordert, doch bitte sein Handy leise zu stellen. Sehr löblich. So geht es in den Bahnen nicht wie bei uns zu, wo alle paar Minuten irgendein Handy düdelt (oder noch schlimmer, die neue Unsitte sich Musik über sein Handy vorzuspielen...).
Neben dem Telefonieren nutzen die Japaner ihr Handy aber vor allem zum schreiben von E-Mails. SMS sind hier eigentlich so gut wie unbekannt, Statt dessen verbringt man die ein oder andere Zugfahrt damit, E-Mails an Freunde zu verfassen. Und die sind dann meistens länger als "Was machst du gerade?".
Kurze Abhandlung zum japanischen Zugsystem:
Mittlerweile kann ich mir auch schon denken, warum die japanischen Züge in den meisten Fällen pünktlich. Zum einen sind die Fahrpläne vermutlich großzügig gestaltet, so daß der Zug auch mal langsamere Etappen fahren kann und noch immer pünktlich ankommen. Dann ist der Einstiegsvorgang so gut durchgeplant, das ein reibungsloser Ablauf immer gewährleistet ist. An den Bahnsteigen ist für jeden Zug angezeigt, an welcher Stelle welcher Wagen hält. Und wenn das da steht, dann hält der Zug auch haargenau da. Wenn man also seine Reservierung für Wagen Nr. 5 hat, dann stellt man sich an die entsprechende Stelle (gegebenenfalls in die dort schon stehende Warteschlange) und sobald der Zug dann da ist, hopp, rein und fertig ist. Ich glaube, Züge halten selten länger als eine Minute. Außer vielleicht, wenn sie zu früh am Bahnhof angekommen sind.
Dann ist natürlich auch noch von Vorteil, dass die Shinkansen-Schnellzüge auf eigenen Gleisen fahren. Das heißt, kein Regionalzug muss mal eben anhalten, damit ein Fernzug vorbeikommt oder ähnlicher Quatsch. Tatsächlich habe ich es in den knapp drei Wochen, die ich jetzt hier bin nur ein einziges Mal erlebt, dass ein Zug zu spät kam und da war es auch tatsächlich nur eine Minute. Also, liebe Bahn daheim, versucht das mal nachzumachen...
Die Japaner auf dem Fahrrad
Ich weiss nicht ob ich es schon mal erwähnte, aber die Japaner hocken in 99% aller Fälle auf dem Fahrrad wie der sprichwörtliche Affe auf dem Schleifstein. Jeder stellt seinen Sattel auf die tiefste Einstellung, egal ob es sich um Leute handelt, die so groß wie ich sind oder um Menschen die nur halb so groß wie ich sind, wo das ja noch Sinn macht. Das sieht sehr oft ziemlich albern aus, zum Vergleich denkt mal an Typen auf nem BMX-Rad. Nur das die hier meistens auf stinknormalen Damenrädern sitzen.
Dann kümmern sich die Japaner auf dem Rad einen feuchten Kehrricht darum, ob der Fußweg auf für Radfahrer oder nicht. Da wird ohne Gnade drauflos gefahren, da gibt es noch Kamikaze in Reinform. Die japanischen Räder haben meistens auch keine Rücktrittbremse, was bedeutet, dass wenn man mal abbremsen muss die Handbremse gebraucht wird. Die ist nur häufig nicht im besten Zustand, mit dem Ergebnis, dass beim Bremsen ein extrem schrilles Quietschen entsteht. Das durfte ich gestern wieder in den Einkaufsarkarden (sozusagen eine überdachte Fußgängerzone) von Takamatsu feststellen, wo ich mir fast einen Hörsturz abgeholt habe.
Aber wie bereits schon einmal erwähnt, dafür haben die Japaner eine große Auswahl an sehr coolen Klapprädern. Wie Mobiltelefone sind Klappräder in allen möglichen Designs verfügbar, egal welche Farbe, oder auch im Camouflagelook. Ich hätte am liebsten eines mitgenommen, aber vermutlich gäbe das beim Check-in Probleme.
Das japanische Mobiltelefon
Wo wir grad beim Thema sind, Mobiltelefone gibt es in Myriaden verschiedener Designs. Die vorherrschende Form ist dabei das Klapphandy, die Muschelform. Hier herrscht also nicht der Wettbewerb, wer denn jetzt das kleinste Handy hat, statt dessen liegt besonders viel Wert auf individuelle Gestaltung. Zur eigentlichen Gestaltung der Mobiltelefone spielen dabei vor allem diverse Anhänger eine große Rolle. Kleine Figürchen, Tragebänder oder Talismane baumeln also an so ziemlich jedem Handy. Und bei einigen scheint zu gelten: je mehr desto besser. Übrigens war ich während meiner Sightseeingtouren so ziemlich der einzige, der mit eine Digitalkamera Fotos gemacht hat, die Japaner nutzen fast ausschließlich ihre Mobiltelefone für diese Zwecke. Was ja auch nicht unbedingt verwunderlich, schließlich sind japanische Modelle den unseren ja mindestens eine Generation voraus und locker so leistungsstark wie meine (allerdings auch schon etwas betagte) Digitalkamera.
In Zügen, Bussen und Bahnen wird man übrigens auch immer dazu aufgefordert, doch bitte sein Handy leise zu stellen. Sehr löblich. So geht es in den Bahnen nicht wie bei uns zu, wo alle paar Minuten irgendein Handy düdelt (oder noch schlimmer, die neue Unsitte sich Musik über sein Handy vorzuspielen...).
Neben dem Telefonieren nutzen die Japaner ihr Handy aber vor allem zum schreiben von E-Mails. SMS sind hier eigentlich so gut wie unbekannt, Statt dessen verbringt man die ein oder andere Zugfahrt damit, E-Mails an Freunde zu verfassen. Und die sind dann meistens länger als "Was machst du gerade?".
15.11.05
Muss man selber sehen
Manchmal gibt es Dinge, die mich beim Ansehen im wahrsten Sinne des Wortes umhauen. Die mir weiche Knie machen, das ich mich hinsetzen muss. So geschehen heute im Chichu Art Museum. Aber der Reihe nach.
Nachdem das schon mit Miyajima so gut geklappt hat (Prinzip: früh da sein) bin ich diesen Morgen auch wieder in aller Herrgottsfrühe aus den Federn gehüpft. Zwar war das Bett schön weich, grad im Vergleich zu den Brettern der letzten Woche, aber ein Kühlschrank im Zimmer ist so doll auch nicht. Stichwort: Temperatur halten...
Egal, auf, auf! Im Hotelrestaurant Frühstück eingeworfen (mal wieder traditionell japanisch, in der Jugendherberge war's besser...) und dann ab zum Hafen. Dann musste ich erstmal den richtigen Ticketschalter finden und dann noch kniffliger, die richtige Anlegestelle. Da ich ja früh genug da war, kein Problem, außerdem rennen einem die Japaner auch hinterher, wenn man in die falsche Richtung dackelt. Arigatou gozaimashita!
Also, richtige Fähre gefunden und dann ging es wieder raus auf die Seto-Inlandsee (so heißt das also auf deutsch, sagt Wikipedia). Diesmal dauerte die Überfahrt etwas länger, als die nach Miyajima, ungefähr eine Stunde, genug Zeit um den Ausblick auf das Binnenmeer zu genießen.
Oder sich im Fernsehen die Dauerberichterstattung über die Hochzeit der japanischen Prinzessin (bzw. jetzt Ex-Prinzessin, sie ist jetzt eine Bürgerliche) Sayako geben. Zuvor gab es stundenlang Tsunamiwarnungen. Für ca. 30 - 50 cm hohe Wellen. Naja, das Warnsystem scheint immerhin zu funktionieren und Vorsicht... irgendwas mit Müttern im Geschirrgeschäft oder so.
Auf Naoshima angekommen konnte man gleich in den Bus einsteigen, der einem zu den wichtigen Stellen bringt. Zuerst führte der Weg zum Benesse Haus. Dieses vom japanischen Architekten Tadao Ando entworfene Museum zeigt unter anderem Werke von Andy Warhol, David Hockney, Jackson Pollock und Richard Long. Die Einheit von Museum und Kunstwerken ist großartig, jedem Werk wird genügend Raum gegeben, damit der Betrachter alles auf sich wirken lassen kann. Auch die Landschaft wird mit eingebunden. So gibt es zum Beispiel ein Bild, auf dem ein schwarzes und ein gelbes Boot an einem Strand zu sehen sind. Vor dem Bild liegen die beiden Boote als verkleinerte Modelle. Und wenn man aus dem Fenster Richtung Strand blickt, entdeckt man in der Ferne wieder ein gelbes und ein schwarzes Boot.

Außerhalb des Benesse Hauses sind noch diverse Skulpturen sehr gelungen in die Landschaft integriert. Zum Beispiel das Werk "Cultural Melting Bath" von Cai Guo-Qiang. Das "Bath" im Namen stimmt sogar tatsächlich, das Ding in der Mitte des Bildes ist ein Bad im Freien:
Ein paar Minuten Fußweg weiter gelangt man dann schließlich zum Eingangsbereich des Chichu Art Museums. Das grundlegende Konzept des Museums war, das Architekt Tadao Ando einen Raum zur Ausstellung von Werken der Künstler Claude Monet, Walter de Maria und James Turell entwerfen sollte. Ando beschloß, das ganze Gebäude unterirdisch zu gestalten und vor allem so, dass so oft wie möglich natürliches Licht die Kunstwerke beleuchten soll. Das Ergebnis ist schlichtweg unglaublich genial. Das muss man selber gesehen haben. Wenn man nur einen Hauch von Interesse an moderner Kunst und Architektur hat, hier muss man hin!
Das Gebäude an sich ist ja schon ein Kunstwerk. So kommt man kurz nach dem Eingang in einen Gang, dessen Wände leicht geneigt sind. Versucht da mal nicht wie ein Betrunkener durch die Gegend zu taumeln. Ando (übrigens Autodidakt in Sachen Architektur) arbeitet besonders gerne mit Beton, Glas und Stahl. Im ganzen Gebäude herrscht eine minimalistische Klarheit vor, ich hätte am liebsten die ganze Zeit Fotos gemacht (leider nicht erlaubt). Selbst die Toiletten waren einfach großartig.
Jeder Künstler hat für seine Werke seinen eigenen Bereich. Von Monet werden zum Beispiel fünf seiner Seerosen/Wasserlilien-Bilder in einem Raum gezeigt. Das Licht wird von draußen in den Raum geleitet, je nach den Lichtverhältnisse draußen, verändert sich auch die Beleuchtung der Bilder. Das kann zu ganz anderen Einblicken führen. Der Raum ist zudem mit einem faszinierenden Mosaik ausgelegt und darf nur mit den hauseigenen Puschen betreten werden.
Die faszinierensten Werke waren für mich aber ohne Frage die von James Turell. Turell arbeitet mit Licht und der Verarbeitung im Hirn des Menschen. Zunächst betrat ich die Installation "Open Sky". Und da musste ich mich hinsetzen. In der Decke war eine Öffnung so geschickt angebracht, das es aussah, als wären die Decke und der Himmel auf einer Höhe. Sozusagen der sich ewig ändernde Himmel als Bild an der Decke. Ein unglaublicher Anblick. Verstärkt wurde der Eindruck noch durch eine sich verändernde Beleuchtung des Raumes. Aber es kam noch besser...
Nach kurzer Wartezeit wurde ich dann zur nächsten Installation "Open Field" vorgelassen. Vorher hieß es aber Schuhe aus und die Warnhinweise lesen... im Zentrum der Treppe hoch, nicht die Wände berühren, nicht zu weit vorgehen... ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Also, rein in den Raum... eine schwarze Treppe für zu einem blauen Bild an der Wand. Ich steige die Treppe hoch... stehe vor dem Bild... und stelle fest, dass es kein Bild ist! Da ist ein Raum! Also rein da. Ich taumle durch den Raum, man kann im Licht kaum die Dimensionen ausmachen. Ein unglaubliches Erlebnis. Kein Bild in irgendwelchen Büchern kann dem gerecht werden, das muss man selber erlebt haben.
Nachdem ich wieder aus dem "Open Field" raustaumelte, war die Installation von Walter de Maria eine passende Erholung. In einer riesigen Halle ruht in der Mitte eine riesige Steinkugel. Drumherum an den Wänden sind dutzende vergoldete Holzstelen in dreier Gruppen angebracht. Der ganze Raum wird wieder von natürlichem Licht beleuchtet. Durch Veränderung der eigenen Position im Raum und des Lichtes ergibt sich immer ein neues Bild. Ich glaube wenn Stanley Kubrick jemals eine Fortsetzung von 2001 gedreht hätte, dieser Raum wäre ein perfekter Drehort gewesen. Nur wäre der Monolith diesmal rund.
Verstärkt wird dieser leichte Science-Fiction-Eindruck noch durch die Tatsache, dass alle der Museumsangestellten, die die Werke betreuen und bewachen in komplette weisse Anzüge gehüllt sind. Wie gesagt, Kubrick hätte seinen Spaß gehabt.
Danach hätte ich zwar noch die Gelegenheit gehabt, mit das "Art House Project" anzugucken, bei dem in einem Dorf auf der Insel diverse Häuser saniert und mit Installationen versehen wurden. Aber erstens waren die Eindrücke aus dem "Chichu Art Museum" noch zu stark und zum anderen hätte das auch noch mal Eintritt gekostet. Und ich hatte schon für den ganzen Trip, inkl. Überfahrt und Souvenirkauf, schon gut und gerne 50 Euro gelassen.
Nach meiner Rückkehr nach Takamatsu (es wurde noch immer über die Hochzeit berichtet) machte ich mich endlich mal daran, Postkarten zu schreiben. Bin mal gespannt ob die vielleicht doch noch vor mir ankommen...
Und dann hab ich mich auf die Suche nach nem Netzwerkkabel gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass das hier so schwierig ist. In den Kaufhäusern hier gibt es fast nur Mode. Seufz. Nach einer Stunde stellte ich dann um die Ecke vor meinem Hotel fest, dass es da eine kleine Elektronikklitsche gibt. Und siehe da... ein Netzwerkkabel, 2 Meter für knapp 3 Euro. Das nehmen wir doch mit.
So. Und das war's dann mit Takamatsu. Morgen geht es dann auf nach Kanazawa. Da hab ich wenigstens schon eine Unterkunft sicher. Mein letzter Stopp vor meiner Rückkehr nach Tokyo. Und dann geht's auch schon wieder heim. Kinder, wie die Zeit vergeht...
Nachdem das schon mit Miyajima so gut geklappt hat (Prinzip: früh da sein) bin ich diesen Morgen auch wieder in aller Herrgottsfrühe aus den Federn gehüpft. Zwar war das Bett schön weich, grad im Vergleich zu den Brettern der letzten Woche, aber ein Kühlschrank im Zimmer ist so doll auch nicht. Stichwort: Temperatur halten...
Egal, auf, auf! Im Hotelrestaurant Frühstück eingeworfen (mal wieder traditionell japanisch, in der Jugendherberge war's besser...) und dann ab zum Hafen. Dann musste ich erstmal den richtigen Ticketschalter finden und dann noch kniffliger, die richtige Anlegestelle. Da ich ja früh genug da war, kein Problem, außerdem rennen einem die Japaner auch hinterher, wenn man in die falsche Richtung dackelt. Arigatou gozaimashita!
Also, richtige Fähre gefunden und dann ging es wieder raus auf die Seto-Inlandsee (so heißt das also auf deutsch, sagt Wikipedia). Diesmal dauerte die Überfahrt etwas länger, als die nach Miyajima, ungefähr eine Stunde, genug Zeit um den Ausblick auf das Binnenmeer zu genießen.
Oder sich im Fernsehen die Dauerberichterstattung über die Hochzeit der japanischen Prinzessin (bzw. jetzt Ex-Prinzessin, sie ist jetzt eine Bürgerliche) Sayako geben. Zuvor gab es stundenlang Tsunamiwarnungen. Für ca. 30 - 50 cm hohe Wellen. Naja, das Warnsystem scheint immerhin zu funktionieren und Vorsicht... irgendwas mit Müttern im Geschirrgeschäft oder so.Auf Naoshima angekommen konnte man gleich in den Bus einsteigen, der einem zu den wichtigen Stellen bringt. Zuerst führte der Weg zum Benesse Haus. Dieses vom japanischen Architekten Tadao Ando entworfene Museum zeigt unter anderem Werke von Andy Warhol, David Hockney, Jackson Pollock und Richard Long. Die Einheit von Museum und Kunstwerken ist großartig, jedem Werk wird genügend Raum gegeben, damit der Betrachter alles auf sich wirken lassen kann. Auch die Landschaft wird mit eingebunden. So gibt es zum Beispiel ein Bild, auf dem ein schwarzes und ein gelbes Boot an einem Strand zu sehen sind. Vor dem Bild liegen die beiden Boote als verkleinerte Modelle. Und wenn man aus dem Fenster Richtung Strand blickt, entdeckt man in der Ferne wieder ein gelbes und ein schwarzes Boot.

Außerhalb des Benesse Hauses sind noch diverse Skulpturen sehr gelungen in die Landschaft integriert. Zum Beispiel das Werk "Cultural Melting Bath" von Cai Guo-Qiang. Das "Bath" im Namen stimmt sogar tatsächlich, das Ding in der Mitte des Bildes ist ein Bad im Freien:
Ein paar Minuten Fußweg weiter gelangt man dann schließlich zum Eingangsbereich des Chichu Art Museums. Das grundlegende Konzept des Museums war, das Architekt Tadao Ando einen Raum zur Ausstellung von Werken der Künstler Claude Monet, Walter de Maria und James Turell entwerfen sollte. Ando beschloß, das ganze Gebäude unterirdisch zu gestalten und vor allem so, dass so oft wie möglich natürliches Licht die Kunstwerke beleuchten soll. Das Ergebnis ist schlichtweg unglaublich genial. Das muss man selber gesehen haben. Wenn man nur einen Hauch von Interesse an moderner Kunst und Architektur hat, hier muss man hin!Das Gebäude an sich ist ja schon ein Kunstwerk. So kommt man kurz nach dem Eingang in einen Gang, dessen Wände leicht geneigt sind. Versucht da mal nicht wie ein Betrunkener durch die Gegend zu taumeln. Ando (übrigens Autodidakt in Sachen Architektur) arbeitet besonders gerne mit Beton, Glas und Stahl. Im ganzen Gebäude herrscht eine minimalistische Klarheit vor, ich hätte am liebsten die ganze Zeit Fotos gemacht (leider nicht erlaubt). Selbst die Toiletten waren einfach großartig.
Jeder Künstler hat für seine Werke seinen eigenen Bereich. Von Monet werden zum Beispiel fünf seiner Seerosen/Wasserlilien-Bilder in einem Raum gezeigt. Das Licht wird von draußen in den Raum geleitet, je nach den Lichtverhältnisse draußen, verändert sich auch die Beleuchtung der Bilder. Das kann zu ganz anderen Einblicken führen. Der Raum ist zudem mit einem faszinierenden Mosaik ausgelegt und darf nur mit den hauseigenen Puschen betreten werden.
Die faszinierensten Werke waren für mich aber ohne Frage die von James Turell. Turell arbeitet mit Licht und der Verarbeitung im Hirn des Menschen. Zunächst betrat ich die Installation "Open Sky". Und da musste ich mich hinsetzen. In der Decke war eine Öffnung so geschickt angebracht, das es aussah, als wären die Decke und der Himmel auf einer Höhe. Sozusagen der sich ewig ändernde Himmel als Bild an der Decke. Ein unglaublicher Anblick. Verstärkt wurde der Eindruck noch durch eine sich verändernde Beleuchtung des Raumes. Aber es kam noch besser...
Nach kurzer Wartezeit wurde ich dann zur nächsten Installation "Open Field" vorgelassen. Vorher hieß es aber Schuhe aus und die Warnhinweise lesen... im Zentrum der Treppe hoch, nicht die Wände berühren, nicht zu weit vorgehen... ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Also, rein in den Raum... eine schwarze Treppe für zu einem blauen Bild an der Wand. Ich steige die Treppe hoch... stehe vor dem Bild... und stelle fest, dass es kein Bild ist! Da ist ein Raum! Also rein da. Ich taumle durch den Raum, man kann im Licht kaum die Dimensionen ausmachen. Ein unglaubliches Erlebnis. Kein Bild in irgendwelchen Büchern kann dem gerecht werden, das muss man selber erlebt haben.
Nachdem ich wieder aus dem "Open Field" raustaumelte, war die Installation von Walter de Maria eine passende Erholung. In einer riesigen Halle ruht in der Mitte eine riesige Steinkugel. Drumherum an den Wänden sind dutzende vergoldete Holzstelen in dreier Gruppen angebracht. Der ganze Raum wird wieder von natürlichem Licht beleuchtet. Durch Veränderung der eigenen Position im Raum und des Lichtes ergibt sich immer ein neues Bild. Ich glaube wenn Stanley Kubrick jemals eine Fortsetzung von 2001 gedreht hätte, dieser Raum wäre ein perfekter Drehort gewesen. Nur wäre der Monolith diesmal rund.
Verstärkt wird dieser leichte Science-Fiction-Eindruck noch durch die Tatsache, dass alle der Museumsangestellten, die die Werke betreuen und bewachen in komplette weisse Anzüge gehüllt sind. Wie gesagt, Kubrick hätte seinen Spaß gehabt.
Danach hätte ich zwar noch die Gelegenheit gehabt, mit das "Art House Project" anzugucken, bei dem in einem Dorf auf der Insel diverse Häuser saniert und mit Installationen versehen wurden. Aber erstens waren die Eindrücke aus dem "Chichu Art Museum" noch zu stark und zum anderen hätte das auch noch mal Eintritt gekostet. Und ich hatte schon für den ganzen Trip, inkl. Überfahrt und Souvenirkauf, schon gut und gerne 50 Euro gelassen.
Nach meiner Rückkehr nach Takamatsu (es wurde noch immer über die Hochzeit berichtet) machte ich mich endlich mal daran, Postkarten zu schreiben. Bin mal gespannt ob die vielleicht doch noch vor mir ankommen...
Und dann hab ich mich auf die Suche nach nem Netzwerkkabel gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass das hier so schwierig ist. In den Kaufhäusern hier gibt es fast nur Mode. Seufz. Nach einer Stunde stellte ich dann um die Ecke vor meinem Hotel fest, dass es da eine kleine Elektronikklitsche gibt. Und siehe da... ein Netzwerkkabel, 2 Meter für knapp 3 Euro. Das nehmen wir doch mit.
So. Und das war's dann mit Takamatsu. Morgen geht es dann auf nach Kanazawa. Da hab ich wenigstens schon eine Unterkunft sicher. Mein letzter Stopp vor meiner Rückkehr nach Tokyo. Und dann geht's auch schon wieder heim. Kinder, wie die Zeit vergeht...
14.11.05
Allein guckt's sich besser
Heute habe ich wieder eines festgestellt: wenn du in Japan etwas sehen willst, das sehr bekannt ist, sei so früh als nur irgend möglich da. Klugerweise hab ich mir das schon vorher gedacht und bin um 6 aus dem Bett gehüpft. Während der Nacht rauschten tatsächlich ständig Autos und Lastwagen auf der Straße vor der Jugendherberge vorbei. Und der Geruch der da herrscht... ich hab doch etwas gebraucht bis ich mich daran gewöhnt hatte. Mindestens genau so lange hat es auch wieder gedauert, den Geruch wieder aus der Nase zu kriegen.
Zum Anbruch des Tages habe ich die Herberge also verlassen und erst einmal mein Gepäck in einem Schließfach am Bahnhof untergebracht. Was dieses Mal auch problemlos klappte, ich hatte noch die volle Auswahl an Schließfächern. Dann runter zum Hafen und auf die Fähre. Die gehört auch zu JR und somit kann ich die auch mit meinem JR Pass benutzen. Sehr praktisch. Angesichts der Tageszeit waren vielleicht noch 5 andere Leute mit mir auf der Fähre. Nach ca. 10 Minuten Überfahrt sind wir dann in Miyajima angekommen. Gleich beim Anlegen war das bekannteste Wahrzeichen Miyajimas zu sehen, das (der?) rote Torii im Meer.
In der Stadt war noch nichts los, genug Zeit also sich in aller Ruhe das Tor, den dazugehörigen Schrein und was es sonst noch so zu sehen gibt anzuschauen. Schreine, Tempel, Pagoden, was es halt alles so gibt. Vor allem aber auch jede Menge Rehe, die einfach so in der Stadt rumtigern und alles fressen, was sie vor's Maul kriegen. Irgendwann hab ich dann auch alles abgehakt, es gab zwar noch ein Aquarium zu sehen, aber das hatte ich ja schon in Osaka. Also machte ich mich auf den höchsten Berg der Insel, den Misen-san. So um die 530 Meter, dachte ich mir, das mach ich doch locker mit. Vergessen hatte ich dummerweise, das die Berge auf Miyajima ziemlich steil sind. Zwar waren die Wege alle gut ausgebaut, Treppenstufen überall, aber das geht mit der Zeit ordentlich in die Beine.
Was auch ziemlich problematisch war, ist der Umstand, dass der ein oder andere Taifun der Insel ziemlich zugesetzt hat. Viele Wege waren ausgespült, umgestürzte Bäume gab es en masse und einige Wege waren wegen Erdrutschen gesperrt. Ein kleiner Einblick auf die Schäden...
und exklusiv für den Benni gibt's auch ein Erdrutschbild:
All die Anstrengungen wurden dann am Ende aber mit einem großartigen Ausblick auf das Innere Meer (keine Ahnung, ob das so heißt, ich kenne das bis jetzt nur als "Seto Naikai" bzw. "Inland Sea") und all die Inseln dort. Großartig! Das Wetter hatte sich inzwischen auch etwas gebessert, die Sonne schien, fast blauer Himmel, sehr schön so.
Kommt hier leider nicht so gut rüber, war aber "in echt" wirklich atemberaubend schön.
Für den Rückweg hab ich's mir dann einfacher gemacht und bin mit der Seilbahn wieder den Berg herunter. Es war mittlerweile schon mittag und wie erwartet... in der Stadt wimmelte es von Ausflüglern. Zeit also wieder abzuhauen, schließlich wollte ich ja auch noch nach Takamatsu und wusste nicht so ganz genau wie lang das dauern würde. Wie sich herausstellte etwas mehr als 2 Stunden. Um 15h war ich also schon da und die nächste Hürde stellte sich als auch nicht ganz so hoch heraus: die Unterkunftssuche. Praktischerweise gibt es direkt am Bahnhof eine Touristeninfo. Ich also flott rein da, kurz meine Anforderungen geschildert und schwupp, sitze ich hier in diesem Hotel.
Wohl die edelste Unterkunft bisher, alles ist da, selbst kostenlose Pornokanäle sind im Preis inbegriffen. Und auch ein Internetanschluß im Zimmer. Dummerweise hab ich dann festgestellt, dass ich Superhirn anstatt eines einfachen Netzwerkkabels ein Crossover-Patchkabel eingepackt habe. Also: kein Internet. Grmpf.
Nachdem ich mich hier also eingerichtet hatte und mir eine heiße Dusche gegönnt hatte (was nach der Besteigung des Misen-san auch DRINGEND notwendig war), hab ich mich mal kurz rausbegeben, um mir etwas von der Stadt anzugucken. Ich bin dann auch gleich in den Einkaufsarcarden gelandet. Aber irgendwie alles doch eher provenziell hier. Immerhin hab ich es geschafft, ein neues (gebrauchtes) Spiel zu finden, das ich schon länger gesucht habe. Juhu.
Das beste in Takamatsu ist allerdings, dass die meisten Fußgängerampeln mit einer Anzeige ausgestattet sind, die einem mitteilen, wie lange die jeweilige Ampelphase noch dauert. Extrem super! Das wollte ich auch schon immer haben!
So, angesichts der Tatsache, dass die erste Fähre morgen um kurz nach 8 abfährt, mache ich mich mal bettfein und morgen gibt es dann weiter extrem Kulturwatching mit dem Besuch der Insel Naoshima.
Zum Anbruch des Tages habe ich die Herberge also verlassen und erst einmal mein Gepäck in einem Schließfach am Bahnhof untergebracht. Was dieses Mal auch problemlos klappte, ich hatte noch die volle Auswahl an Schließfächern. Dann runter zum Hafen und auf die Fähre. Die gehört auch zu JR und somit kann ich die auch mit meinem JR Pass benutzen. Sehr praktisch. Angesichts der Tageszeit waren vielleicht noch 5 andere Leute mit mir auf der Fähre. Nach ca. 10 Minuten Überfahrt sind wir dann in Miyajima angekommen. Gleich beim Anlegen war das bekannteste Wahrzeichen Miyajimas zu sehen, das (der?) rote Torii im Meer.
In der Stadt war noch nichts los, genug Zeit also sich in aller Ruhe das Tor, den dazugehörigen Schrein und was es sonst noch so zu sehen gibt anzuschauen. Schreine, Tempel, Pagoden, was es halt alles so gibt. Vor allem aber auch jede Menge Rehe, die einfach so in der Stadt rumtigern und alles fressen, was sie vor's Maul kriegen. Irgendwann hab ich dann auch alles abgehakt, es gab zwar noch ein Aquarium zu sehen, aber das hatte ich ja schon in Osaka. Also machte ich mich auf den höchsten Berg der Insel, den Misen-san. So um die 530 Meter, dachte ich mir, das mach ich doch locker mit. Vergessen hatte ich dummerweise, das die Berge auf Miyajima ziemlich steil sind. Zwar waren die Wege alle gut ausgebaut, Treppenstufen überall, aber das geht mit der Zeit ordentlich in die Beine.
Was auch ziemlich problematisch war, ist der Umstand, dass der ein oder andere Taifun der Insel ziemlich zugesetzt hat. Viele Wege waren ausgespült, umgestürzte Bäume gab es en masse und einige Wege waren wegen Erdrutschen gesperrt. Ein kleiner Einblick auf die Schäden...
und exklusiv für den Benni gibt's auch ein Erdrutschbild:
All die Anstrengungen wurden dann am Ende aber mit einem großartigen Ausblick auf das Innere Meer (keine Ahnung, ob das so heißt, ich kenne das bis jetzt nur als "Seto Naikai" bzw. "Inland Sea") und all die Inseln dort. Großartig! Das Wetter hatte sich inzwischen auch etwas gebessert, die Sonne schien, fast blauer Himmel, sehr schön so.
Kommt hier leider nicht so gut rüber, war aber "in echt" wirklich atemberaubend schön.Für den Rückweg hab ich's mir dann einfacher gemacht und bin mit der Seilbahn wieder den Berg herunter. Es war mittlerweile schon mittag und wie erwartet... in der Stadt wimmelte es von Ausflüglern. Zeit also wieder abzuhauen, schließlich wollte ich ja auch noch nach Takamatsu und wusste nicht so ganz genau wie lang das dauern würde. Wie sich herausstellte etwas mehr als 2 Stunden. Um 15h war ich also schon da und die nächste Hürde stellte sich als auch nicht ganz so hoch heraus: die Unterkunftssuche. Praktischerweise gibt es direkt am Bahnhof eine Touristeninfo. Ich also flott rein da, kurz meine Anforderungen geschildert und schwupp, sitze ich hier in diesem Hotel.
Wohl die edelste Unterkunft bisher, alles ist da, selbst kostenlose Pornokanäle sind im Preis inbegriffen. Und auch ein Internetanschluß im Zimmer. Dummerweise hab ich dann festgestellt, dass ich Superhirn anstatt eines einfachen Netzwerkkabels ein Crossover-Patchkabel eingepackt habe. Also: kein Internet. Grmpf.
Nachdem ich mich hier also eingerichtet hatte und mir eine heiße Dusche gegönnt hatte (was nach der Besteigung des Misen-san auch DRINGEND notwendig war), hab ich mich mal kurz rausbegeben, um mir etwas von der Stadt anzugucken. Ich bin dann auch gleich in den Einkaufsarcarden gelandet. Aber irgendwie alles doch eher provenziell hier. Immerhin hab ich es geschafft, ein neues (gebrauchtes) Spiel zu finden, das ich schon länger gesucht habe. Juhu.
Das beste in Takamatsu ist allerdings, dass die meisten Fußgängerampeln mit einer Anzeige ausgestattet sind, die einem mitteilen, wie lange die jeweilige Ampelphase noch dauert. Extrem super! Das wollte ich auch schon immer haben!
So, angesichts der Tatsache, dass die erste Fähre morgen um kurz nach 8 abfährt, mache ich mich mal bettfein und morgen gibt es dann weiter extrem Kulturwatching mit dem Besuch der Insel Naoshima.
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