5.3.08

Neuer Schnickschnack

Für die, die ein wenig musikalische Untermalung brauchen, während sie sich durch meinen Blog "ackern" gibt es jetzt rechter Hand ein kleines Radio, welches nach meinen Hörgewohnheiten generiert wurde (dank der freundlichen Datensammlerei von last.fm). Wem's gefällt, der kann das ganze auch als Popup nebenbei weiterlaufen lassen. Viel Spaß damit!

21.2.08

Früher war alles... anders.

Als im letzten Jahr die Sesamstraße ihr 25-jähriges Ausstrahlungsjubiläum in Deutschland feierte, war auch wieder viel darüber zu lesen, wie kontrovers die Sendung bei Beginn der Ausstrahlung (nicht nur hierzulande) aufgenommen wurde. Viel zu schnell und hektisch seien die Schnitte und vor allem die Inhalte teilweise bedenklich. Dinge über die wir heute nur müde lächeln können.

Und jetzt werft mal einen Blick auf eine Episode der japanischen Kindersendung "Curriculumachine" an, die zwischen 1974 und 1978 ausgestrahlt wurde. Was für ein Aufschrei wäre durch das Land gegangen, hätte man das armen kleinen mitteleuropäischen Kindern zugemutet... Also, lernt etwas über die 8 (Nein, die niesen nicht die ganze Zeit, 8 heißt "hachi" auf Japanisch) und den Buchstaben "ku".

Teil 1:



und Teil 2:



Wer mehr über diese Sendung wissen möchte und ob es in Japan einen Aufschrei des Entsetzens gab, dem sei die Lektüre des Essays von Marxy drüben bei Néojaponisme ans Herz gelegt.

Übrigens bin ich bei der Youtube-Safari (worin meine "Recherchen" meistens enden...) auch auf einen meiner Lieblingssongs aus der guten alten Sesamstraße gestoßen, nämlich den "Telefonrock". Leider nur auf Englisch, aber rockt trotzdem noch gut...



Rockrockrock... Telefonrock! Ach, und wer hätte es gedacht, einer der bekanntesten modernen klassischen Komponisten Philip Glass hat auch mal was für die Sesamstraße komponiert...


17.2.08

Das philosophische Schaufenster

Nicht nur Sushi ist mittlerweile weltweit im Mainstream der Konsumenten angekommen (zu diesem Thema gab es neulich im Magazin der Süddeutschen Zeitung einen interessanten Artikel) auch die ursprünglich aus China stammenden Kanji sieht man häufig auf T-Shirts, Tattoos und Schaufenstern. Und meist läuft es darauf hinaus, dass dann die Kanji auf dem T-Shirt auf dem Kopf stehen, irgendetwas völlig sinnloses draufsteht (etwas, was die Japaner mit Engrish oder Shirts wie diesem perfektioniert haben) oder komplett ausgedachte Zeichen auf's Poster gedruckt werden. Hauptsache es sieht halt exotisch aus.

Ich komme zum Beispiel jeden Tag an einer kleinen Boutique vorbei, die vor ein paar Tagen in ihrem Schaufenster folgendes aufgehangen hat:

Wenn man sich auf den Kopf stellt und mit ein bisschen guten Willen stellt man fest, dass es sich hierbei tatsächlich auch um Kanji handelt (zumindest beim untersten relativ deutlich). Vermutlich wurden die Kanji von dem kleinen Würfel abgemalt, der daneben im Schaufenster steht (natürlich auch auf dem Kopf):

Erkennen konnte ich die Zeichen 恕 (verzeihen, tolerieren), 華(Blume, Glanz, "Glamour"), 信 (Glaube) und 慈 (Gnade). Also wohl eher einfach nur wegen des Aussehens gewählt.

Das das aber auch besser geht, zeigt dieses Schaufenster des Modehauses "Ansons" mit dem man wohl die Jugend ansprechen möchte, schließlich ist Manga ja auch mittlerweile ziemlich beliebt:
Auf dem Zettel stehen übrigens die Zeichen für "Musik". Richtig interessant wird es dann auf dem Schaufenster daneben:

Der Satz auf dem schwarzen Balken "案ずるより産むが易し" ist ein Sprichwort das "Die Angst etwas zu tun ist größer als die Gefahr, die drohen könnte" oder "Die Herausforderung ist oft leichter als erwartet" oder ganz einfach: "Versuch macht kluch" *hust*

Als ich nach dem Satz auf dem Zettel rechts daneben gesucht habe, hat mich gleich eine Exkursion in die japanische Geschichte und buddhistische Philosophie erwartet. Der Satz "心頭滅却すれば火もまた涼し" bedeutet "Wenn man seinen Geist von allen irdischen Gedanken frei macht, wird auch das Feuer kühl sein." und stammt vom buddhistischen Priester Kaisen Joki. Dieser lebte zur Sengoku-Zeit (Zeit der streitenden Reiche, 1477 - 1573) und wurde durch den Fürsten und Kriegsherrn Takeda Shingen gefördert. Als nun Takedas Widersacher Oda Nobunaga (der unter anderem die Macht der buddhistischen Mönche brechen wollte) das Kloster Kaisen Jokis angriff und in Flammen setzte, sagte der Oberpriester zu seinen Mönchen eben jenen Satz, um ihnen die Qual des Verbrennen bei lebendigen Leib zu erleichtern. Ich gehe mal davon aus, das die Schaufensterdekorateure nicht wirklich wissen, was sie sich da ins Fenster gehangen haben.

16.2.08

Hey Reiter! Ho Reiter! Hey Reiter! Immer weiter!

Wenn man sich in Japan mal zum Karaoke einfindet, so wird man höchstwahrscheinlich auch die Gelegenheit haben, gutes deutsches Liedgut zum Besten geben zu können. Neben den unvermeidlichen "99 Luftballons" vielleicht auch ein Stück der 70er Jahre-Discogötter "Dschinghis Khan". Zum Beispiel "Moskau" (ich sage nur "Hohohoho-ho!-HEY!"). Oder halt das Lied zu Band, "Dschinghis Khan". Denn auch in Japan war die von Ralph Siegel produzierte Truppe ziemlich erfolgreich, man nahm auch eine japanischsprachige Version auf.

Neben diversen "direkten" Coverversionen inspirierte das Lied auch den Produzenten des Hello! Projects, Tsunku, der für Morning Musume das Lied "Koi no Dance Site", das jeder, der das DS-Spiel "Osu! Tatakae! Ouendan" kennen dürfte.

Wie ich jetzt auf all das komme? Eins dieser dutzenden Hello!Project Projekte, "Berryz Koubou" hat eine neue Version von "Dschinghis Khan" aufgenommen:



Übrigens liegt das Alter der Mädels in dem Video zwischen 13 und 16 Jahren. Es darf sich also ausgiebig über die pädophilen Tendenzen in der japanischen Gesellschaft ausgelassen werden...

13.2.08

12.2.08

My first moblog



Juhu, Test hat geklappt. Mit meinem neuen Handy klappt's auch mit dem Bloggen von unterwegs (beim alten wurden immer schön noch vom Anbieter Textblöcke drangepappt, bah). Also jetzt auch völlig unmotivierte Einträge mit Bild.

Auf dem Foto zu sehen übrigens die Damen vom Uniqlock-Screensaver. Die manchmal ein bißchen Pause mit dem Tanzen machen und sich je nach Uhrzeit in der Season 2 eher relaxt geben (zumindest vor 3 Uhr japanischer Zeit waren sie mit Briefe schreiben und rumsitzen beschäftigt...). Aber auch noch tanzend gibt's die Uhr in Season 1, übrigens auch mit tanzenden Herren. Und wer will kann sich auch als Uniqlock-Tänzer bewerben...

5.2.08

It's alive!


Ja, es lebt tatsächlich. Zum einen dieser Blog (extreme Faulheit + Sprachkurs + viel zu sehen), aber vor allem und mich zu diesem Eintrag bewegenden: die englische Seite und somit der internationale Versand von Graniph ist endlich online! Yay! Zwar sind die T-Shirt mit 28$ (wobei das schlimmer aussieht, bei dem luschi Dollarkurs sind das derzeit 19 Euro...) teurer als die in Japan verkauften (die kosten 2100 Yen, derzeit 13 Euro), aber immer noch recht günstig für so schicke Shirts. Na gut... der Versand kommt noch dazu und der Zoll. Aber falls jemand mitbestellen will (falls überhaupt noch jemand hier rein schaut...), einfach mal ne Mail an mich. Ansonsten wollte ich im Juli evtl. eh mal wieder rüber. Dazu dann später mal mehr.

1.1.08

あけましておめでとう! bzw. Frohes Neues!

Schon wieder viel zu lang nix gepostet und schon wieder ein Jahr vorbei. Ich stand kurz davor, das Angebot von Lufthansa anzunehmen und für 450 Euro nach Osaka zu jetten um dort Silvester zu feiern. Dann kam aber die Stromabrechnung und somit die Vernunft und somit muss der nächste Trip halt warten. Ich hoffe nicht allzu lang, aber dafür sollte ich dann so Sachen wie Spontaneinkäufe von einem Dutzend DVDs unterlassen.

Na wie auch immer, um dem Eintrag noch etwas Sinn zu geben, hier noch was *kchkch* schöne Musik. Wer auf gepflegte durchgeknallte japanische Breakcore-Elektronika-Punk-Karambolagen/Kollagen steht, wird mit HOSOME sicherlich seinen Spaß haben. Also, mit Karacho ins neue Jahr! 今年もよろしくお願いします!



26.11.07

Die Geschichte von Nintendo und 3D

In der neuesten Episode von Points interviewt Jason DeGroot den Chef von Q-games, Dylan Cuthbert. Er ist einer der Programmierer / Entwickler, die dafür gesorgt haben, dass zunächst auf dem GameBoy und später dem SNES mit 3D-Grafik gearbeitet werden konnte. Unter anderem ist dabei Star Fox / Starwing entstanden. Im Interview erfährt man einige interessante Dinge, z.B. was das gecancellte Star Fox 2 mit Mario 64 zu tun hat.

Erst sägen, dann tippen

Selten verschenkt man viele Gedanken an seine Tastatur. Ein Gebrauchsgegenstand, auffällig meist nur, wenn es nicht die ist, an die man gewohnt ist (oder sie einfach schlecht ist). Etwas edleres haben da die Designer von Hacoa im Programm: eine USB-Tastatur aus Holz - zum selber Zusammenbauen!

Wer das gute Stück bestellt (34.800 Yen, das sind momentan rund 215 Euro) erhält die Grundeinheit, die Tasten am Stück und eine Säge. Dann geht's los, fein säuberlich die Tasten absägen (ich vermute mal mit so eine Japansäge geht das ganz gut, muss mal meinen Bruder fragen), abschmirgeln und das ganze zusammenbauen. Und ich schätze mal, mit dem Material hat man was für ne mittelfristige Ewigkeit.

Im Shop von Hacoa gibt es übrigens noch andere nützliche Sachen aus Holz, unter anderem die wohl schicksten USB-Sticks.

25.11.07

Die Nerds marschieren

Manchmal gibt es Momente, da wird aus etwas großartigem etwas noch großartigeres gemacht. Zum Beispiel dieses Video zu "Rodeo Machine / Screw the Plan" von Halfby, umgesetzt von Groovisions:



Erinnert mich irgendwie an die wundervolle "Katamari Damacy"-Welt. Nun wie auch immer - in den japanischen Obernerdforen 2channel wurde das Video ziemlich populär. Was dazu führte das komplette Video in die Realität umzusetzen. Und das wird dann eben noch großartiger, weil einfach noch bekloppter. Die schönsten Beispiele hier aus Akihabara, Kyoto, Osaka und Satsuma.

(via Jean Snow)

4.10.07

Umgestrickt

Tja, sieht hier irgendwie anders aus, was? Irgendwie hatte ich gerade einen Anfall von Renovierwahn (ist bei einem Blog auch simpler, als in der eigenen Wohnung...). Ausschlaggebend war eigentlich nur die neue Version der Uniqlock, die jetzt oben rechts ihren festen Platz gefunden hat. Es gibt ein bisschen neue Musik und die Damen tanzen jetzt in Cashmerepullovern anstatt Poloshirts durch die Uhr. Und damit das alles passt, gab's für den Blog halt noch ein neues Template. Ich hoffe es gefällt.

3.10.07

Auf den Punkt gebracht

Klar, das es in einer Riesenmetropole wie Tokyo auch tausende von kleinen, aber höchst interessanten Läden gibt. Eben solche Orte, mit (Retro-)Gamingthema, stellt Jason DeGroot in seiner Sendung "Points" vor, welche auch Teil der "Not the 1Up Show" ist. Jetzt ist die zweite Episode erschienen, in der die beiden Minishops "Meteor" und "Suteki" besucht werden. Abseits von Akihabara und all den "Super Potatos" gibt es dort auch kleine Albernheiten wie Kuschel-PacMans oder 7" Vinyl-Singles mit einem "Space Invaders"-Discosong. Gute Gründe sich beim nächsten Tokyobesuch mal auf andere Pfade zu begeben.

28.9.07

Listen to the radio

Podcasts gibt es wie Sand am Meer und es ist wirklich nicht einfach, da die Perlen rauszupicken. Deshalb ist es auch immer nett, von anderen auf die hörenswerten Exemplare dieser Spezies hingewiesen zu werden. Über Jean Snow bin ich auf den Radio MXUT getauften Podcast von Néojaponisme gestoßen. Die haben soeben die vierte Sendung veröffentlicht, in der in 40 Minuten einige sehr schmissige japanische Rock und Popsongs der 60er und 70er präsentiert werden (mp3, rss-feed). Die vorherigen Ausgaben des Podcast sind auch sehr zu empfehlen, zum Beispiel die Sendung "Electricity!" (mp3), in der aktuelle japanische Electropopkünstler und ihre Einflüsse vorgestellt werden.

17.9.07

Und noch ein Video...

Ich liebe kreative Musikvideos. Leider werden die heutzutage immer seltener und deshalb freue ich mich immer um so mehr, wenn ich wieder etwas neues finde. Neuer Fund diesmal: "Ojiisan no 11 kagetsu" vom Kuricorder Quartet. Über die habe ich ja schon ein paar mal geschrieben. Jetzt also ab in die Zeit/Raum-Schleife!



Ein anderes Video an dem Regisseur Masashi Sato beteiligt war
und ebenfalls toll, "Hangetsu" von Sour, Schattenspiele weitergedacht, sozusagen:



Übrigens ist Masashi Kawamura (Bruder?) auch unter anderem für "Pitagora Suicchi" verantwortlich. Dann ist auch klar, woher die Kuricorder-Connection kommt...

14.9.07

Virtuelles Hanabi Festival


Hanabi, ein japanisches Wort, das dem einen oder anderem Dank Takeshi Kitanos gleichnamigen Film bekannt sein dürfte. Direkt übersetzt bedeutet es "Feuerblume", gemeint ist das gute alte Feuerwerk. Während man sich also im Sommer in Japan in Yukata gewandet zum großen Feuerwerkschauen versammelt zündet Nintendo in Europa auch mal ein ganz besonderes Feuerwerk. Ein virtuelles allerdings.

Es geht um die "Virtual Console" des Wii. Dort veröffentlicht Nintendo jeden Freitag herunterladbare
(mal mehr, mal weniger) Klassiker der Konsolengeschichte zwischen NES und N64. Bisher erschienen ausschließlich bereits in Europa veröffentliche Spiele, doch zum "Hanabi Festival" bringt Nintendo tatsächlich bisher nur in Japan erschienene Spiele zu uns. Diese Woche beginnt man, pünktlich zum 22. Geburtstag von "Super Mario Bros.", mit zwei Mario-Spielen, der eigentlich zweite Super Mario Bros.-Teil "Super Mario Bros.: The Lost Levels" und das Denkspiel "Mario's Super Picross". Weiter geht es nächste Woche mit der "Ninja Woche" mit "Ninja Gaiden" und "Ninja JaJaMaru-kun" und zum krönenden Abschluß die "SciFi-Woche" mit "Gradius III" und dem in Zockerkreisen schon fast sagenumwobenen "Sin & Punishment". Sehr coole Sache von Nintendo. Das hilft wenigstens etwas über die (für Nintendokonsolen mittleweile fast typische) Softwareflaute hinweg. So, ich lad mir jetzt noch was runter...

8.9.07

I loved a teenage mummy!

Vermutlich der bekannteste Fetisch der Otakus in Akihabara sind die allgegewärtigen (French) Maids. Maids verteilen Werbetaschentücher auf der Straße, Maids servieren dir Kaffee in einem der dutzenden von Maid Cafes, Maids massieren dich und natürlich gibt es auch Pornos mit Maids.

Seit kurzer Zeit hat man diesem Fetisch noch einen draufgesetzt: wer heute als Maid oder Idol erfolgreich sein will, der muss sich schon mit Verbänden einwickeln und ne Augenklappe aufsetzen.

Klar, das man mit sowas auch ordentlich Geld verdienen kann, also gibt es auch schon die ersten Bildbände, exklusiv mit "verletzten Idolen" bzw. in der schnittigen japanische Abkürzversion Kegadoru (Kega = Verletzung + (I)doru = Idol). In einem Artikel des "Weekly Playboy" stellen Psychologen Ihre Erkenntnisse vor, warum dieser neue Fetisch so beliebt ist. Denn in ihr Verkleidung wecken die jungen Frauen natürlich noch mehr Beschützerinstinkte und wirken hilfloser. Und jeder Otaku hält sich in seinen Träumen für den Retter der unschuldigen, schwachen und hilflosen.

So neu ist der Trend allerdings genau genommen auch nicht. Denn schließlich ist eine der beliebtesten Animefiguren lange Zeit mit Verbänden herumgelaufen: Rei Ayanami aus "Neon Genesis Evangelion", von der man auch eine Figur in der "Bandage Version" kaufen kann.

5.9.07

Return of Musikvideoinferno

Bevor sich hier mal wieder gar nichts tut, mache ich mir es doch mal wieder einfach und verlinke ein paar interessante Musikvideos von ein paar japanischen Bands, die mir in letzter Zeit angenehm auffielen.

Den Anfang machen "chatmonchy" mit dem Video zu "Sekai ga owaru yoru ni" (Wenn mich nicht alles täuscht: "In der Nacht als die Welt endet"). Zunächst wirkt das ganze wie eine simple Kopie des brillianten "Star Guitar"-Video, das Michel Gondry für die "Chemical Brothers" gemacht hat. Spätestens zum Refrain sieht das aber auch schon wieder ganz anders aus:


Online Videos by Veoh.com

Das nächste Video sagt mir vom musikalischen her eigentlich gar nicht zu, aber der "WTF?!?"-Faktor ist einfach zu hoch. Im "Spiderman"-Video von "DJ Ozma" hätten wir also: billiger Eurodancetrash; drei Dutzend Männer, die nichts tragen ausser mit Spiderman-Figuren beklebten Unterhosen und Augenmasken; mittendrin ein Atze Schröder-Verschnitt; ParaPara; ne zünftige Discolightshow:


Online Videos by Veoh.com

Den Knaller zum Schluß, die Ging Nang Boyz mit "
あいどんわなだい". Was sich liest wie: Aidonwanadai. Was also heißt: I don't want to die. Nun ja. Die Ging Nang Boyz machen eh ziemlich merkwürdige Videos (zum Beispiel das hier) und das Video, das hier jetzt verlinkt ist, ist auch nur die kurze Version (hier Teil 1 und Teil 2 der vollen Version). Na wie auch immer, viel Spaß damit, richtig los geht es erst nach drei Minuten. Aber glaubt mir: das Warten lohnt sich!



Ach ja, auch wenn's nix mit Japan zu tun hat, bei der Recherche zu diesem Eintrag bin ich noch auf den Trailer von Michel Gondrys kommenden Film "Be kind rewind" gestoßen. Der Hammer! Jack Black und Mos Def drehen Remakes zu großen Hollywoodhits wie "Ghostbusters", "Robocop" oder "König der Löwen". Ick freu mir drauf!

16.8.07

Die menschliche Welle

In Japan wird es im Sommer ziemlich warm und vor allem auch schwül. Und wie in anderen Ländern auch, sucht man sich, wenn man nicht gerade direkt an einem Strand wohnt, etwas Erfrischung im Schwimmbad. So weit, so gewöhnlich. Wie vielleicht aber der ein oder andere weiß, ist Japan dicht besiedelt. Und das macht sich auch im Schwimmbad bemerkbar:



Aufgenommen wurde das ganze im Tokyo Summerland von Sven Killian-Nakamura, der nicht nur einen ziemlich interessanten Blog mit diversem japanischen Verrücktheiten hat (gibt's sogar auf Deutsch), sondern auch noch einen Shop, in dem die im Blog vorgestellten Sachen zum Kauf angeboten werden. Ob ich mir den biereinschenkenden Roboter leiste? Oder doch lieber doch lieber den virtuellen Bubble Wrap-Zerdrücker?

13.8.07

Eine neue Bedrohung für's Konto

Graniph. Mein liebster japanischer T-Shirt-Laden, deren Designs zwischen minimalistischer Schönheit und dadaistischem Wahnsinn (mit oft famos schlechtem Deutsch) springen. Und die vor allem für Designer-Shirts, ziemlich günstig sind. Problem nur: deren Läden gibt es (fast) nur in Japan und international ist im Webshop bisher nichts zu holen. Aber Besserung ist in Aussicht, denn wer im Moment auf der Website in den englischsprachigen Bereich wechseln will, bekommt diese Grafik zu sehen:
Ein internationaler Onlineshop wird angekündigt! Wie bald allerdings "soon" ist, ist noch unklar. Natürlich könnte für mich am liebsten "soon" schon "now" sein. Aber die Zeit kann man ja nutzen um noch ein paar Kröten zusammenzusparen und Platz im Kleiderschrank zu machen. Und um sich natürlich schon mal sein nächstes Lieblingsshirt auszusuchen.