Danke an Marko für den Hinweis!
7.7.09
Ganz großes Musikvideokino!
Ich hatte hier schon mal einen Eintrag zu einem tollen Musikvideo der Band "Sour" und jetzt gibt es ein neues Video der Band zum Song "Hibi no neiro", welches das Schattenspielvideo zu "Hangetsu" nochmal um Längen schlägt. So setzt man Webcams richtig ein:
6.7.09
Die 54 besten japanischen Rockalben (Platz 54 - 50)
Auf besonderen Wunsch von "woohoo" (und weil ich's eh machen wollte...) mache ich mich mal auf und liste mal die 54 Alben auf, die von Tower Records als wichtigste japanische Rockalben genannt wurden. Und zwar ausführlich, mit Hörbeispielen etc. Deswegen wird das ganze auch ein Mehrteiler werden, ich fange von hinten an, los geht's mit den Plätzen 54-50!
54) Sadistic Mika Band - Kurofune (1974)

Guter alter 70er Jahre Hard-/Glam-Rock. "Kurofune" ist das zweite Album der Band um das Ehepaar Kazuhiko Kato (Leadgitarist) und Sängerin (Sadistic) Mika. Laut Wikipedia bezieht sich das "Sadistic" auf den ätzenden Humor der Sängerin und der Name der Band soll eine Parodie auf John Lennon und Yoko Onos "Plastic Ono Band" sein. Das Album wurde in England aufgenommen, produziert von Chris Thomas, der unter anderem auch schon mit den Beatles und die Sex Pistols gearbeitet hat. Der Hit des Albums ist "タイムマシンにおねがい" (Taimumashin ni onegai / "Ich wünsch mir eine Zeitmaschine" schätze ich mal):
Nachdem sich die Band 1979 auflöste, machte übrigens unter anderem Schlagzeuger Yukihiro Takahashi beim "Yellow Magic Orchestra" (die nicht in dieser Liste auftauchen werden, es geht hier ja doch etwas mehr um Rock...) weiter. Die Band vereinigte sich auch einige Male wieder, immer mit anderen Sängerinnen, darunter auch mit Kimura Kaela, logischerweise dann als "Sadistic Mikaela Band".
53) INU - メシ喰うな!(Meshi kuuna!) (1981)
Inspiriert durch die Sex Pistols gründete Machida Machizo 1978 die Punkband "Inu" (Hund) und veröffentlichte 1981 das Album "Meshi kuuna!". Übrigens, Wortspielalarm, hier die Erklärung für den Albumnamen (via Nikkei Sindex): My friend gave me some insight to the title, pretty sick actually. "Think opposites." Meshi = rice, the opposite of which in Japan is considered to be bread, or "pan" (pronounced "pahn"). The opposite of "kuu-na," don't eat is just "kuu." Put those sounds together and you get "pahn-ku" or yes, "punk."
Bei YouTube gibt's neben einigen Liveaufnahmen (mit ~1980er entsprechender Klangqualität) auch dieses putzige Video zu "気い狂いて" (Kiichigaite = Wahnsinn):
52) ユニコーン - 服部 (Unicorn - Hattori) (1989)
Das Gute bei den Recherchen zu diesen Blogeinträgen ist ja, dass ich auch jede Menge dazulerne. Zum Beispiel einiges über die Zusammenhänge der japanischen Musikwelt. So ist sicherlich auch jeder, der sich nur annähernd mit japanischer Popmusik beschäftigt, sicherlich auch schon mal auf die Musik von Unicorns Sänger Okuda Tamio gestoßen. Er ist nämlich der, naja, Erfinder von "Puffy"! Jahre vorher aber war er, wie erwähnt, Mitglied der Band "Unicorn", die musikalisch auf ziemlich vielen Pfaden unterwegs sind (kann ich selber noch nicht so beurteilen, hab jetzt erst zwei, drei Lieder gehört, aber hier gibts auch ausführlicheres über die Band). Aus dem dritten Album der Band "Hattori" hier das Video zur Single "大迷惑" (Daimeiwaku), ein orchestrales Ska-Rock-Stück...
Großer Spaß. Die Band ist übrigens wieder aktiv, im Februar wurde die Single "Wao!" und das Album "シャンブル" (äh, Shanburu, keine Ahnung) veröffentlicht.
51) 銀杏Boyz - 君と僕の第三次世界大戦的恋愛革命 (Ging Nang Boyz - Nee, das is mir zu lang...) (2005)
Oha! Eine Band, die ich schon kenne... na gut, von denen ich zumindest schon ein paar Liedern gehört habe. Zum ersten Mal bin ich den "Ging Nang Boyz" vor zwei Jahren begegnet, als ich das unglaubliche Video zu "あいどんわなだい" (Aidonwanadai ... na, klingelts?) gesehen habe. Als wenn der Punk, der da abgeht noch nicht bekloppt genug war, hab ich dann später noch das Video zu "SKOOL KILL" gefunden, das eben auf diesem Album (mit dem etwas einfacherem englischen "Untertitel" "...young alive in love") zu finden ist. Und das Video geht so ab... ach ja, das Video braucht etwas bis zum eigentlichen Lied...
Die können übrigens auch ganz anders, zum Beispiel in der (nur leicht kaputten) Ballade "光" (Hikari).
50) The Roosters - The Roosters (1980)
Auf Platz 50 gibt's "The Roosters", die Anfang der 80er Punk, Ska und Rock'n'Roll fröhlich vermischten. Zunächst eher eine Coverband (auf dem Album gibt's unter anderem ein paar Rock'n'Roll-Klassiker wie "C'mon Everybody"), aber schon auf dem ersten Album gibt's auch einige Songs die von Sänger und Gitarrist Shiny Ohe verfasst wurden. Unter anderem auch das Lied hier, "Rosie":
Übrigens auch interessant: die Band war auch beim SciFi-Punk-Musical "Burst City" aus dem Jahr 1982 dabei... das klingt auf jeden Fall äußerst interessant, mal sehen, ob ich die DVD mal ins Haus kriege.
So, das war's mit Teil 1... wenn ich für jeden Eintrag so lange brauche, wie für den hier, wird das auch noch was länger dauern, bis ich zu Platz 1 komme. Ich hoffe, ihr habt noch ein wenig Geduld mit mir...
5.7.09
Pipapopi...
Diese Werbung macht gerade in Bloggerkreisen die Runde und ihr müsst jetzt auch da durch... und dann den ganzen Tag vor euch hin "pipapo'en":
1.7.09
Schlimmer geht immer
Und ich dachte schon, es wäre schlimm genug, dass hiesige Teenager im Japanwahn versuchen, sich im Visual Kei-Stil zu stylen... da sieht man dann auf den Seiten des BBC World Service einen Bericht über junge Engländerinnen, die die extremste Variante des Gyaru-tums, Yamamba, nachahmen. Komplett mit furchteinflößendem Make-up, entsprechender Kleidung und ParaPara. Auf der Seite der BBC kann man sich das auch in Videos live und in Farbe ansehen...
Wer wissen möchte, wie das ganze in Japan aussieht, der kann sich diesen Bericht aus der (recht unterhaltsamen) BBC-Sendereihe "Japanorama" bei YouTube ansehen.
27.6.09
Kawaii oder kowai?
Was sicherlich jedem auffällt, der mal Japan besucht, ist die hohe Dichte an Louis Vuitton-Taschen-Besitzerinnen. Egal welches Alter oder welcher Status, wer etwas auf sich hält, zeigt sich mit einer der markanten braunen Taschen, die mit dem goldenen LV-Logo übersät sind. So war es zumindest bis vor vielleicht einem Jahr, denn die Absatzzahlen dieser Taschen (und anderer Luxuslabels) sanken deutlich. Frisches Blut musste her und so kam es zu der Zusammenarbeit von Louis Vuitton und dem Künstler Takashi Murakami.

Dessen Kunst ist bunt, vordergründig niedlich und mehr als deutlich von der Mangakultur Japans beeinflusst. Wie schon Warhol bringt Murakami banales in die "hohe" Kunst, verwertet aber auch "hohe" Kunst als Massenware, in Form von T-Shirts, Plüschfiguren, Mousepads und ähnlichem. Und eben seit einiger Zeit auch auf den Taschen Louis Vuittons, so wie diese hier:

Das ist mal mehr und mal weniger hässlich, aber häufig vor allem: bunt. Bunt ist auch der von Murakami komplett umgestaltete LV-Flagship-Store an Tokyos Nr.1 Luxus-Einkaufsmeile, Omotesando. Bei cscout gibt es einen Bericht und auch ein paar Bilder. Das ganze kommt schon dem nicht weit entfernten Spielzeugladen "Kiddy Land" recht nahe... nur ist der Inhalt wesentlich teurer und natürlich künstlerisch "wertvoller".
Zufällig bin ich heute auch einem anderen Projekt Murakamis über dem Weg gelaufen, ein "Werbevideo" für seine Skultpurenreihe "inochi". Das bewegt sich auf einer hauchdünnen Linie zwischen "kawaii" (niedlich) und "kowai" (schauderhaft)...
21.6.09
Kurze Pause
Entschuldigt die kurze Sendpause, die hier momentan herrscht. Irgendwie häufen sich in den letzten Tagen und kommenden 2 Wochen diverse Termine. Und nächste Woche steht dann auch noch der Abschlußtest für das jetzige Sprachkurssemester an... Aber ich schaue natürlich, dass ich meinen "mindestens zwei Mal die Woche"-Vorsatz auch durchhalte.
Heute empfehle ich die Fotos von Shinichi Maruyama, der mit Tinte... nicht schreibt oder malt, sondern unglaublich tolle Fotos macht. Tinte in Bewegung, großartig! [via Jean Snow]
14.6.09
Wenn man Mutti mal nicht fragen kann...
Wenn man das erste Mal vor der Herausforderung steht, sich sein Hemd selber bügeln zu müssen, steht man erstmal etwas ratlos da. Wo fang ich an, wie mach ich weiter und am Ende hat man wieder eine viertel Stunde für ein Hemd gebraucht. Aber glücklicherweise haben wir ja heutzutage das Internet! Der japanische Kosmetikhersteller "garra" war so nett und hat ein paar Videos zusammengestellt, wo unter anderem ein Profibügler zeigt, wie man ein Hemd ordentlich in drei Minuten gebügelt und zusammengelegt kriegt. (Hab's gleich ausprobiert, ich bin zwar nicht annähernd so schnell wie der freundliche Herr, aber schneller als vorher...)
Neben einem Lehrvideo für den "Hemden bügeln-Skill" gibt es noch Videos für den "Krawatten binden-Skill", den "Schal tragen-Skill" und ein paar Taschenspielertricks für's Entertainment auf der Party oder zu Tisch. Ach ja, wie man amtlich Schuhe putzt kann man da auch lernen. Aber das lohnt glaube ich erst, wenn man 500 Euro Schuhe zu Hause hat.
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